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Rommerskirchen
Eltern sorgen sich um Kastanienschule

Rommerskirchen: Eltern sorgen sich um Kastanienschule
Katja Montero-Buhl (vorn) will, dass die Kastanienschule erhalten bleibt. Die Wevelinghovenerin behauptet, dass Schuldezernent Elmar Gasten das Ende für 2020 in Aussicht gestellt habe. Der widerspricht vehement. FOTO: woi
Rommerskirchen. Ist 2020 Schluss mit der Grundschule? Diese Frage treibt Väter und Mütter immer wieder um. Schuldezernent Elmar Gasten soll in einem Gespräch das absehbare Ende der Schule angekündigt haben. Dem widerspricht er vehement. Von Sebastian Meurer

Katja Montero-Buhl steht für viele Eltern, deren Kinder die Kastanienschule besuchen oder besucht haben. Auf die Grundschule, die 2017 ihr 200-jähriges Bestehen feierte, lassen sie nichts kommen. "Wir stehen zu 2000 Prozent hinter der Schule", sagt die Wevelinghovenerin. Ihre Tochter geht derzeit zur Kastanienschule, ihre beiden ältesten Söhne waren hier, doch ihr jüngster Sohn wird die Kastanienschule nicht besuchen können.

Dies habe ihr Schuldezernent Elmar Gasten mitgeteilt, als sie ihn habe anmelden wollen, berichtet Katja Montero-Buhl. In einem bereits im September geführten Telefonat habe Gasten in diesem Zusammenhang deutlich gemacht, dass die Kastanienschule nach dem Ausscheiden von Rektorin Gabriele Domhof zum 31. Januar 2018 in 2020 ohnehin ihren Betrieb einstellen werde, sagt Katja Montero-Buhl.

Heftige Diskussionen um die Zukunft der kleinsten der drei Grundschulen im Gemeindegebiet gibt es seit gut einem Jahr in regelmäßigen Abständen. Die Gemeinde hat dabei stets den Standpunkt vertreten, dass die Kastanienschule erhalten bleiben soll. Davon rückt auch Elmar Gasten nicht ab, der kategorisch bestreitet, Katja Montero-Buhl gegenüber das Ende der beliebten Grundschule in Aussicht gestellt zu haben. "Ich weise dies in aller Entschiedenheit zurück, der Vorwurf entbehrt jeder Grundlage", sagt Gasten. "Er wird umso absurder, wenn man bedenkt, dass wir erst kürzlich der Ausschreibung für eine neue Schulleiterstelle zugestimmt haben", betont er. Befürchtungen, die Grundschule könne über kurz oder lang geschlossen werden, haben im Frühjahr auch die "Elterninitiative Kastanienschule" umgetrieben. "Die Gemeinde hat nicht die Absicht, die Kastanienschule zu schließen und garantiert, sich für deren selbstständigen Erhalt einzusetzen", lautet ein Kernsatz einer Erklärung, die im Frühjahr nach einem Gespräch mit einem Vertreter der Initiative einvernehmlich vereinbart wurde. Dies gelte ebenso uneingeschränkt, wie seine am 11. Mai dieses Jahres bei der Sitzung der Schulkonferenz gemachte Aussage, "dass es seitens des Schulträgers keinerlei Überlegungen zur Schließung der Kastanienschule gibt".

Nachdem der Rat im Frühjahr die Einzügigkeit der Schule beschlossen hat, werden in Hoeningen keine Schüler aus den Nachbarkommunen mehr aufgenommen. Zeitweise lag die Quote von Jungen und Mädchen, die zumeist aus den benachbarten Grevenbroicher Stadtteilen kamen, bei zehn Prozent. Keinen Widerspruch dürfte Katja Montero-Buhl für ihre Äußerungen zur Kastanienschule im Allgemeinen und zu Gabriele Domhof im Besonderen erhalten. "Wenn man die Kastanienschule besucht hat, ist es, als ob man eine Lehre bei Daimler-Benz gemacht hat. Es stehen einem alle Türen offen", sagt sie. Dies sei wesentlich das Verdienst von Gabriele Domhof, die auch das Kollegium maßgeblich in ihrem Sinne geprägt habe.

Quelle: NGZ
 
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