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Rommerskirchen
Engagiert in Brauchtum und Kirche

Rommerskirchen: Engagiert in Brauchtum und Kirche
Matthias Schlömer ist in Rommerskirchen bekannt wie ein bunter Hund - und auf vielfältige Weise aktiv. Jetzt kann er zweimal Silberjubiläum feiern: bei den Schützen undin der Kirchengemeinde. NGZ-FOTO: LOTHAR BERNS FOTO: Berns, Lothar (lber)
Rommerskirchen. Matthias Schlömer, Präsident der Frixheimer St. Sebastianus-Bruderschaft, feiert dort sein Silberjubiläum. Auch dem Kirchenvorstand von St. Martinus gehört er 25 Jahre an. Und 2016 ist er 4x11 Jahre aktiver Jeck in der KG Rut-Wieß. Von Sebastian Meurer

Fronleichnam war Matthias Schlömer wieder ganz in seinem Element: Als Präsident der Frixheimer St. Sebastianus-Bruderschaft zählte er zu den Mitorganisatoren der Prozession, die seit Jahren von den drei Bruderschaften im Einzugsbereich der Nettesheimer Pfarrei St. Martinus getragen wird. Danach beim Pfarrfest wirkte er als stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands mit. In dem ist er seit 25 Jahren vertreten, ein paar Wochen länger ist er Chef der Sebastianer. Die werden sein Silberjubiläum beim Frixheimer Schützenfest gebührend würdigen. Bei den Jecken der Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß ist das närrische 44-Jahr-Jubiläum für den langjährigen Sitzungspräsidenten erst 2016 fällig.

In Rommerskirchen aufgewachsen, kam Matthias Schlömer (62) in den 1980-er Jahren mit seiner aus Frixheim stammenden Frau Gaby nach Anstel. Kontakt zur Ansteler St. Sebastianus-Bruderschaft kam in den folgenden Jahren nicht zustande, wohl aber der zu den Frixheimer Namensvettern. 1989 zählte er dann zu den Mitgründer des Grenadierzugs "Löstige Jonge", der 1990 erstmals mitmarschierte, womit das nächste Silberjubiläum fällig ist. "Ich war noch nie vorher auf einer Generalversammlung", erinnert sich Matthias Schlömer an seine Wahl zum Präsidenten. Als solchen hatten ihn 1990 Josef Schiffer und der heutige Ehrenpräsident Theo Paschen "ausgeguckt". Schlömers Einwand, von Frixheim "gerade mal das Ortseingangs- und -ausgangsschild" zu kennen, zog nicht - aus dem Stand wurde er Chef der Bruderschaft. Zu Hause "habe ich mich nicht getraut, es meiner Frau zu sagen". Am anderen Morgen besorgte er Blumen, mit denen er sein Geständnis erleichtern wollte. Gaby Schlömer hatte derweil die Nachricht schon in der NGZ gelesen - und legte kein Veto ein. Zum Einstand überraschten ihn seine Vorstandskollegen mit der Idee, ein Schützenhaus zu bauen. Die Versicherung, im Grunde sei alles bereits unter Dach und Fach, war etwas gewagt, doch das Projekt konnte 1992 erfolgreich abgeschlossen werden. Nachdem ihn der damalige Pfarrer Johannes Brendgen schon 1990 für den Kirchenvorstand hatte gewinnen können, war auch in der Gemeinde St. Martinus Bauen angesagt: Das Pfarrheim neben der Kirche wurde 1994 komplett neu errichtet. Matthias Schlömer wurde bald stellvertretender Vorsitzender des Gremiums und damit "ranghöchster" katholischer Laie zwischen Butzheim und Anstel. Dechant Monsignore Franz Josef Freericks spart nicht mit Lob: "Er ist für die Gemeinde wie für die Schützen engagiert bis zum geht-nicht-mehr."

1998/1999 waren die Schlömers Frixheimer Königspaar - und hängten mangels Nachfolgern noch ein Jahr dran. Unvergessen ist beiden ein Krönungsgeschenk von Freunden und Verwandten. 1999 besuchten sie den Wiener Opernball. Der wird an Weiberfastnacht gefeiert, doch dem eingefleischten Karnevalisten und seiner Frau ausgemacht, bis inklusive Rosenmontag fünf Tage in Wien zu verbringen.

Quelle: NGZ
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