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Rommerskirchen
Entsorger nimmt wieder gebündeltes Altpapier mit

Rommerskirchen: Entsorger nimmt wieder gebündeltes Altpapier mit
Bei vielen Rommerskirchenern liefen zuletzt die Papiertonnen über wie bei Walter Giesen. Bald soll Abhilfe geschaffen werden. FOTO: Georg Salzburg
Rommerskirchen. Der Rat hat kürzlich ein höheres Entgelt für die Firma Schönmackers beschlossen. Die Gebühren für die Bürger erhöhen sich damit nicht. Von Sebastian Meurer

Die Probleme bei der Entsorgung von Altpapier sind gelöst. Bei der nächsten Abfuhr in gut zwei Wochen werden auch wieder mit Papier gefüllte Kartons mitgenommen, wie Wolfgang Scheuren, Regionalleiter Niederrhein bei der Firma Schönmackers, bestätigte. Mit der Gemeinde geführte Gespräche über eine Verbesserung der Situation sind offensichtlich erfolgreich verlaufen.

Wie Ratshaussprecher Elmar Gasten mitteilt, können Haushalte, die bislang nur über eine 120 Liter fassende grüne Mülltonne verfügen, diese ab sofort gegen ein 240 Liter fassendes Gefäß umtauschen - kostenlos, wie Gasten betont. Betroffen sind nach seinen Worten bis zu 2400 Tonnen. Die neuen werden zudem mit einem blauen Deckel ausgestattet, womit sich die Gemeinde der mittlerweile bundesweit etablierten Farbe für Altpapiertonnen anpasst.

Über die Motive der Entsorgerfirma gibt es verschiedene Deutungen. Schönmackers hatte im Februar entgegen der jahrelang geübten Praxis etliche mit Altpapier gefüllte Kartons stehen lassen und auf die Gemeindesatzung verwiesen, wonach das Papier gebündelt am Straßenrand bereit gestellt werden müsse. Auch in Grevenbroich hakte es zeitweise, worauf Baudezernent Hans-Josef Schneider auf Nachfrage unlängst in einem Ratsausschuss Verständnis dafür zeigte, dass Schönmackers von den hohen Preise profitieren wolle, die für Altpapier gezahlt werden. Nach Angaben von Norbert Clever, dem Leiter des Kreisumweltamts, lag der Preis im März bei knapp 93 Euro pro Tonne.

Aus Schneiders Interpretation ließe sich leicht der Schluss ziehen, das Nichtabholen von gefüllten Kartons könne ein Druckmittel für den Einstieg in Gespräche mit der Verwaltung gewesen sein. Dies seit "auf keinen Fall" so gewesen, bestreitet Wolfgang Scheuren eine solche Lesart. Wie auch immer: Sicher ist, dass es für Schönmackers künftig mehr Geld von der Gemeinde gibt. Im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung vom 21. April haben die Politiker eine Erhöhung der Entsorgungsentgelte beschlossen. Die ist nach den Worten von Elmar Gasten "geringfügig" ausgefallen. Zugleich betont der Ratshaussprecher nachdrücklich, dass damit keine Erhöhung der von den Bürgern zu zahlenden Gebühren einhergehe. Was "vertragliche Gegebenheiten" angeht, verweist Wolfgang Scheuren auf die Gemeinde, die ihrerseits nicht mehr preisgibt als die genannten Details. Vergleiche mit anderen Kommunen sind Scheuren zufolge nur schwer möglich, da "die Verträge deutlich unterschiedlich" ausgestaltet seien.

Fakt ist sowohl für ihn, als auch für Gasten, dass die Mengen des Altpapiers in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen haben - und zugleich der Aufwand der Schönmackers-Mitarbeiter.

Quelle: NGZ
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