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Rommerskirchen
FDP: "Roki GmbH" soll Gewinn ausschütten

Rommerskirchen. Kunz will mindestens 100.000 Euro für die Haushaltssanierung. Wirtschaftsprüfer wird eingeschaltet.

Erstmals seit ihrer Gründung 2002 spielt die Entwicklungsgesellschaft Rommerskirchen eine Rolle in der Diskussion um Möglichkeiten, den Haushalt zu sanieren. Im morgen tagenden Haupt- und Finanzausschuss steht ein Antrag der FDP zur Debatte, den 2015 erwirtschafteten Bilanzgewinn der "Roki GmbH" zumindest teilweise an die Gemeinde auszuschütten. FDP-Fraktionschef Stephan Kunz spricht dabei von einem Betrag "in Höhe von mindestens 100.000 Euro".

Als zweite Arbeitseinheit neben der Verwaltung wurde sie bei ihrer Gründung 2002 bezeichnet. Den wenigen, die über den als Aufsichtsrat fungierenden Gemeinderat hinaus überhaupt Notiz von der öffentlich kaum wahrnehmbar operierenden "Roki GmbH" nehmen, ist vor allem bekannt, dass sie das Dienstleistungszentrum an der Bahnstraße an die Verwaltung (und diverse Unternehmen) vermietet. Zudem spielt sie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Vermarktung der Gemeindeflächen.

Ausgangspunkt für die Überlegungen von Kunz ist, "dass sich die Sicherung des niedrigen Zinsniveaus über einen langjährigen Zeitraum dauerhaft positiv auf das Jahresergebnis der Entwicklungsgesellschaft auswirkt", wie der FDP-Fraktionschef sagt. Nach Auffassung von Kunz lässt jedenfalls die vor allem in der genannten Vermietung bestehende "überschaubare Geschäftstätigkeit mit geringsten operativen Risiken eine teilweise Ausschüttung des Bilanzgewinns zu." Von der Verwaltung wird im Haupt- und Finanzausschuss zumindest kein kategorisches Nein kommen : Wie der Beratungsvorlage für den Ausschuss zu entnehmen ist, wird sie den Politikern vorschlagen, die Angelegenheit zur grundsätzlichen Klärung dem Steuerberater, beziehungsweise Wirtschaftsprüfer zur Stellungnahme zuzuleiten. Ist dessen Prüfung abgeschlossen, soll das Ergebnis in der dann folgenden Sitzung des Aufsichtsrats der "Roki GmbH" erörtert werden,

Stephan Kunz dürfte hiergegen wohl keine Einwände geltend machen: Dass die steuerlichen Auswirkungen einer Ausschüttung vor einer endgültigen Entscheidung ermittelt werden sollten, findet sich in seinem Antrag.

(S.M.)
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