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Rommerskirchen
FDP schlägt Bau von Minigolfplatz vor

Rommerskirchen: FDP schlägt Bau von Minigolfplatz vor
Die FDP schlägt auf dem alten Sportplatz am Frohnhof den Bau einer Minigolfanlage vor. So wie in Düsseldorf-Lörick könnte er aussehen. FOTO: Andreas Endermann
Rommerskirchen. Hundebesitzer wünschen sich hingegen einen Spielplatz speziell für ihre Vierbeiner auf dem alten Sportgelände am Frohnhof. Der bisherige Hauptnutzer Florian Wißdorf allerdings ist von den Vorhaben alles andere als begeistert. Von Bernd Rosenbaum

Florian Wißdorf ist irritiert. Erst aus der Zeitung musste er erfahren, dass es seitens der Politik offenbar den Wunsch gibt, den alten Sportplatz am Frohnhof, den er mit seinen Vierspänner-Kutschen beinahe täglich als Übungsgelände befährt, einer neuen Nutzung zuzuführen.

Eine Idee, die von der UWG kam, war das Anlegen eines eigenen Areals für Boule-Spieler. Jetzt schlägt die FDP vor, dort einen Minigolfplatz zu errichten. Der könne sogar wirtschaftlich betrieben werden, argumentiert der Fraktionsvorsitzende Stephan Kunz in seinem Antrag, der am Donnerstagabend im Gemeinderat diskutiert wurde. Zwar müsse man mit einer Investition von rund 75.000 Euro für den Bau rechnen. Bei einer angenommenen Nutzung der Anlage an 120 Tagen pro Jahr (von April bis September) und durchschnittlich 30 Spielern am Tag, die drei Euro pro Runde zahlten, käme aber ein jährlicher Umsatz von 10.800 Euro zusammen. "Zusätzliche Gastronomieerträge lassen eine wirtschaftliche Führung, die auch eine monatliche kostendeckende Mietzahlung an die Gemeinde beinhaltet, durch einen Betreiber nicht unrealistisch erscheinen", so Kunz' Fazit.

Die CDU hingegen schlägt in einem eigenen Antrag vor, das Gelände zwischen Nettesheim und Frixheim gleich in ein Freizeitzentrum umzuwandeln. Ihre "bereits vor Jahren erarbeiteten Vorschläge zur Entwicklung des Quartiers" konkretisierte der Fraktionschef Michael Willmann in seinem Antrag so: Die CDU regt die Asphaltierung der Rundlaufbahn mit angeschrägten Kurven zur "Schaffung einer Rundlauf/Fahr-Skaterbahn" an. Die Verwaltung geht allerdings davon aus, dass diese Maßnahme allein etwa 100.000 Euro kosten würde.

Hundebesitzer, die in sozialen Netzwerken über das Thema diskutieren, sähen auf dem alten Sportgelände am liebsten einen eigenen Spielplatz für Vierbeiner.

So richtig nachvollziehen kann Wißdorf die nun offenbar auf verschiedenen Seiten geweckten Begehrlichkeiten nicht, denn der einstige Fußballplatz liegt keinesfalls brach. Seit nunmehr zehn Jahren nutzt der mehrfache Rheinische Vierspänner-Meister beinahe jeden Tag den Ascheplatz als Trainingsgelände mit seinen Pony-Gespannen. Dazu gebe es eine mündliche Vereinbarung, die er mit dem damaligen Bürgermeister Albert Glöckner getroffen habe. Im Gegenzug kümmert er sich mit seiner Familie um die Pflege des Geländes, verrichtet Mulch- und Schlepparbeiten, erledigt Grünschnitt und sammelt - natürlich - verlorene Pferdeäpfel auf.

Neben Wißdorf nutzen auch andere Gruppen den alten Fußballplatz regelmäßig (siehe Kasten). Bürgermeister Martin Mertens sieht daher keine Notwendigkeit, das Gelände großartig umzugestalten: "Ich habe aus der Bevölkerung wahrgenommen, dass der Status Quo großen Anklang findet."

Nach ausführlicher Diskussion der verschiedenen Vorschläge wurde das Thema am Donnerstag vom Gemeinderat schließlich in den nächsten Bauausschuss am 28. September verwiesen.

Quelle: NGZ
 
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