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Rommerskirchen
Feierlicher Ritterschlag für Wolfgang Kuck

Rommerskirchen: Feierlicher Ritterschlag für Wolfgang Kuck
In der Wallfahrtskirche von Sankt Sebastian nahm der leitende Großkomtur Karl Häfner (r.) die Investitur des neuen Ritters Wolfgang Kuck vor. FOTO: Carola Kuck-Goergen
Rommerskirchen. Dem Kölner Diözesanbundesmeister aus Deelen ist eine außergewöhnliche Ehre zuteil geworden. Er wurde in die "Eidbruderschaft vom Souveränen Orden des Roten Löwen von Limburg und des Heiligen Sebastianus" aufgenommen. Von Sebastian Meurer

Orden und andere Auszeichnungen sind für Wolfgang Kuck angesichts seiner inzwischen 40-jährigen Schützenlaufbahn wahrlich nichts Ungewöhnliches. Dennoch gibt es auch für den Kölner Diözesanbundesmeister durchaus noch völliges Neuland in seiner Vita. Im Rheindorf Sankt Sebastian bei Koblenz wurde der 66-Jährige jetzt als Ritter in die "Eidbruderschaft vom Souveränen Orden des Roten Löwen von Limburg und des Heiligen Sebastianus" aufgenommen.

Die festliche Zeremonie in der Wallfahrtskirche von Sankt Sebastian war auch für die Ehefrauen der neuen Ritter "ein einmaliges Erlebnis und vermittelte Gänsehautgefühl", berichtet Carola Kuck-Goergen. Mit Wolfgang Kuck zum Ritter geschlagen wurde auch Robert Hoppe aus Grevenbroich, sein Stellvertreter im Diözesanverband.

Beworben hat sich der ehemalige Oekovener Brudermeister für den Ritterstand nicht: "Niemand kann sich um die Aufnahme bewerben, sondern jeder muss von zwei Paten vorgeschlagen werden", erläutert Wolfgang Kuck. Über die Aufnahme entscheidet dann die Komturei, die deutsche Sektion des 1979 im belgischen Maaseik gegründeten Mutterordens. In der Wallfahrtskirche von Sankt Sebastian nahm der leitende Großkomtur Karl Häfner die Investitur des neuen Ritters vor. Nach klassischem Zeremoniell, wie es Außenstehende allenfalls aus dem Kino oder aus dem Fernsehen kennen: Zunächst wird dem neuen Ritter das Ordenszeichen angeheftet und der grüne Ordensmantel umgelegt, ehe der eigentliche Ritterschlag erfolgt. Das Ordenssignet entspricht dem Wappen des Herzogtums Limburg an der Vesder westlich von Eupen. Mit dem Gelöbnis "Für Glaube, Sitte, Heimat" einzutreten, bekannte sich Wolfgang Kuck zum Ziel des Ordens, geistliche und geistige Werte des christlichen Glaubens zu leben und die Nächstenliebe in Wort und Tat umzusetzen.

Der Orden unterstützt soziale Einrichtungen und Menschen in Not finanziell. Die Mitglieder verpflichten sich, sich für Menschen in schwierigen Lebenssituationen ebenso zu engagieren wie für Völkerverständigung und Frieden, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit. Die Wurzeln der Gemeinschaft reichen weit hinter die vor 37 Jahren erfolgte Gründung des Mutterordens in Belgien zurück: Der schloss sich nämlich bereits 1982 dem Orden des Heiligen Sebastian von Frankreich und Navarra an, der seine Gründung auf das Jahr 825 zurückführt.

"Zu dieser Gemeinschaft gehören zu dürfen, ist schon etwa ganz Besonderes", urteilt Wolfgang Kuck, der bereits im Jahr 2004 von Otto von Habsburg in den Ritterorden vom Heiligen Sebastian in Europa aufgenommen worden war. Kuck sieht auch in dem neuen Orden "die Möglichkeit, den Bruderschaftsgedanken auszuweiten und in unserer großen Schützenfamilie einzubringen".

Allein im Diözesanverband Köln des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sind 50.000 Schützen in über 300 Bruderschaften aktiv.

Quelle: NGZ
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