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Rommerskirchen
Festtag für die Samaritergemeinde

Rommerskirchen: Festtag für die Samaritergemeinde
Pfarrer Spitzer und Klaus Barsikow bei der Grundsteinlegung. FOTO: Tinter
Rommerskirchen. Zum 50-Jahr-Jubiläum wurde ein Grundstein zum zweiten Mal versenkt. Von Vera Straub-Roeben

Die Samariterkirche und ihr Gemeindezentrum werden 50 Jahre alt - und zahlreiche Gemeindeglieder feierten dieses besondere Ereignis jetzt am Wochenende mit. Eingeläutet wurde der bunte Sonntag mit einem Festgottesdienst, geleitet von Pfarrer Thomas Spitzer. Im Anschluss wurde ihm und Presbyter und Kirchbaumeister Klaus Barsikow, der für den handwerklichen Teil verantwortlich zeichnete, die Ehre zuteil, den bereits vor drei Jahren im Zuge der Renovierung und Sanierung des Pfarrhauses freigelegten Grundstein erneut im Erdboden zu versenken. "Beim zweiten Mal passiert das wenigstens nicht heimlich", sagte Pfarrer Spitzer und verwies augenzwinkernd auf die historische Urkunde, die "verblüffenderweise von keiner der ausgewiesenen Personen unterschrieben wurde". Er erklärte: "Vielleicht wurde der Grundstein so spontan versenkt, dass dies nicht mehr möglich war."

Am 17. März 1966 war Richtfest für den Glockenturm gefeiert worden - und zugleich die Grundsteinlegung für den Kirchenraum, den Gemeindesaal und das Jugendheim. Seit der Einweihung 1967 rufen drei Glocken im Turm die Gläubigen zu den Gottesdiensten.

Der Grundstein mit der eingemeißelten Rommerskirchener Lutherrose ist innen hohl und wird mit einer kleinen Platte verschlossen. In seinem Inneren befand sich eine rohrförmige Zinkkartusche, die die Urkunde aus Transparentpapier und beschrieben mit schwarzer und roter Tinte beherbergte. "Ihr Inhalt rekonstruiert die Umstände zum Bau des Hauses und den Entwicklungsstand der Evangelischen Ortsgemeinde", heißt es in der 32-seitigen Festschrift, die zum goldenen Jubiläum der Samariterkirche veröffentlicht worden ist.

Die Broschüre bietet den Gemeindegliedern darüber hinaus Informationen über die Gemeinde und ihre Aktivitäten. "Die Urkunde ist leider sehr schlecht erhalten, konnte aber vollständig rekonstruiert werden", erklärte Pfarrer Spitzer den interessierten Zeugen des historischen Moments. Diesem Dokument fügte er nun ein zweites hinzu: Eine neue Urkunde, handgeschrieben auf Büttenpapier und unterschrieben, wurde dem Stein hinzugefügt. Darauf sind die aktuellen Fakten und Entwicklungen seit 1959 für die Nachwelt dokumentiert, unter anderem, dass Pfarrer Spitzer 1985 das Pfarrhaus bezog und ein Jahr später zum Pfarrer gewählt wurde.

Quelle: NGZ
 
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