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Rommerskirchen
Feuerwehrleute zeigen, was sie können

Rommerskirchen: Feuerwehrleute zeigen, was sie können
Löschangriff mit C- und Schaumrohr: Die Feuerwehrleute proben bei der Leistungsschau in Frixheim den Ernstfall. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. An der Leistungsschau der Feuerwehren aus dem Rhein-Kreis Neuss in Frixheim nahmen 160 Feuerwehrleute teil, 30 mehr als im vergangenen Jahr. Neben praktischen Übungen wurde auch theoretisches Wissen abgefragt. Von Sebastian Meurer

Andere Veranstaltungen wären angesichts des stundenlang anhaltenden Dauerregens wohl direkt abgesagt worden. Nicht so die Leistungsschau, zu der der Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss einmal mehr nach Frixheim eingeladen hatte. "Einen richtigen Einsatz können wir auch nicht wegen schlechten Wetters abbrechen", meinte Ralf Richter vom gastgebenden Löschzug Nettesheim.

Auf dem Sportplatz am Fronhof in voller Montur zu laufen, erwies sich als unmöglich. "Die Laufbahn steht zehn Zentimeter unter Wasser", verwies Kreisbrandmeister Norbert Lange zur Mittagszeit auf den Aspekt des Unfallschutzes, der zu Absage der Laufdisziplin zwang. Zu tun blieb - zumeist bei strömendem Regen - dennoch genug: Das Gelände der Gemeinschaftsgrundschule Frixheim wurde zum Schauplatz eines Löschangriffs mit zwei C-Rohren und einem Schaumrohr. Von einer offenen Wasserentnahmestelle galt es binnen Sekunden eine Schlauchleitung über das Löschgruppenfahrzeug zum hypothetischen Brandort zu legen. Bei allen Übungen kamen neunköpfige Gruppen zum Einsatz - so viele Feuerwehrleute, wie in ein Fahrzeug passen. Weniger spektakulär, doch von buchstäblich grundlegender Bedeutung war die Disziplin "Knoten und Stiche", bei dem die Einsatzkräfte den fachgerechten Umgang mit Seilen nachweisen mussten. "Die Tendenz weist deutlich nach oben, das freut uns", meinte Heinz-Dieter Abels, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren. Immerhin: In Frixheim waren 17 Gruppen aus allen acht Kommunen des Kreisgebiets präsent, wobei die Brandschützer aus Düsseldorf-Hubbelrath schon seit Jahren stets gern gesehene Gäste sind.

Mit 160 Feuerwehrleuten ist die Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr noch einmal um gut 30 gestiegen. Einen seiner letzten offiziellen Auftritte als Feuerwehrchef der Gemeinde hatte Thorsten Nießen, der als Prüfer bei den schriftlichen Tests fungierte, bei denen Allgemeinwissen ebenso gefragt war wie fachspezifische Kenntnisse. Nießens designierter Nachfolger Werner Bauer, der am 7. Juli im Rat zum neuen Wehrleiter gewählt wird, war mit seinem Nettesheimer Löschzug schon zum vierten Mal in Folge Gastgeber der Leitungsschau. Angesichts der offensichtlich besonders guten Bedingungen in Frixheim haben die Nettesheimer Brandschützer durchaus gute Chancen zum dauerhaften Ausrichter der Schau zu werden. Die ist übrigens kein sportlicher Wettbewerb, in dem Gold, Silber oder Bronze auf die Gewinner warten. Was zählt, ist ausschließlich das Erreichen der jeweiligen Leistungsnorm.

Während die Löschzüge aus Widdeshoven und Evinghoven schon seit einigen Jahren nicht mehr mit von der Partie sind, waren Mitglieder des Löschzugs Rommerskirchen in diesem Jahr lediglich als Zuschauer vor Ort: Vertreter der Jugendfeuerwehr sollten sich schon einmal ein Bild davon machen, was sie demnächst bei der eigenen Leistungsschau für Nachwuchs-Feuerwehrleute erwartet.

Quelle: NGZ
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