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Rommerskirchen
Firma Steland ermöglicht Asylbewerbern einen Arbeitsplatz

Rommerskirchen: Firma Steland ermöglicht Asylbewerbern einen Arbeitsplatz
Unternehmer Jörg Steland ist mit der Arbeit von Sileman Hajo und Khuseyn Ibragimov sehr zufrieden. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Jörg Steland fühlt sich nicht wie ein Wohltäter. "Wenn ich jemanden einstelle, dann muss es auch wirtschaftlich passen", betont der Geschäftsführer der gleichnamigen Firma, die in Rommerskirchen Spezialbauteile für verschiedene Industrien herstellt. Er findet klare Worte, will Menschen aber auch Chancen geben: "Vor allem dann, wenn sie motiviert sind." Gemeinsam mit seinem Bruder Ralf steht Jörg Steland an der Spitze des Unternehmens, das mit der Einstellung zweier Asylbewerber jetzt in Rommerskirchen eine Vorreiterrolle übernommen hat. In einem ersten Modellanlauf ist es der Gemeinde Rommerskirchen in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit also gelungen, in der kleinsten Kreis-Gemeinde erstmals Asylbewerbern Arbeitsplätze zu vermitteln. "Wir hoffen sehr, dass sich andere Unternehmen anschließen und ebenfalls Asylbewerber einstellen. Wir stehen bereits mit einigen Firmen in Kontakt", sagte Bürgermeister Martin Mertens, der die Chefs der Gesellschaft Steland Apparatebau für ihre Bereitschaft lobte. Von Christian Kandzorra

Anfangs habe es in der aus 45 Mitarbeitern bestehenden Belegschaft Skepsis gegeben. "Unsere Mitarbeiter verstehen sich aber sehr gut mit ihren neuen Kollegen. Beide sind zuverlässig, arbeiten konzentriert, zügig und genau", berichtet Jörg Steland. Sein Unternehmen fasst zusehends in der Gemeinde Fuß; er verzeichnet eine Steigerung des Umsatzes und sucht laufend gute Mitarbeiter für die Produktion.

Der Syrer Sileman Hajo und der Tschetschene Khuseyn Ibragimov finden sich in der Produktion gut zurecht: Beide arbeiten an Schweißgeräten und stellen unter anderem Bauteile für Tankstellen her. Sie freuen sich, nach einem einmonatigen Praktikum einen unbefristeten beziehungsweise einen Sechs-Monatsvertrag erhalten zu haben. Ehe sie jedoch richtig anfangen konnten, musste die Steland-GmbH einige bürokratische Hürden überwinden, zumal das Asylverfahren der beiden Arbeiter noch läuft. Unterstützung erhielt die Firma sowohl von der Wirtschaftsförderung der Gemeindeverwaltung um Bele Hoppe, als auch von der Arbeitsagentur. "Eine Arbeitsstelle ist schließlich ein wichtiger Schritt bei der Integration. Wir geben den Unternehmen gerne Ratschläge und helfen bei den Formalien", erzählte Angela Schoofs von der Arbeitsagentur Mönchengladbach.

Quelle: NGZ
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