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Rommerskirchen
Flüchtlingsthema lebhaft diskutiert

Rommerskirchen: Flüchtlingsthema lebhaft diskutiert
SPD-Bundestagskandidat Daniel Rinkert im Gespräch mit Petra Kammerevert und Anne Gödde. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Der SPD-Bundestagskandidat Daniel Rinkert hatte eingeladen.

Nicht überwältigend war die Resonanz auf die Einladung des SPD-Bundestagskandidaten Daniel Rinkert an die Bürger, mit ihm und zwei Fachfrauen über das Thema "Das soziale Europa" zu diskutieren. Abgesehen von anwesenden Rats- und Verwaltungsmitgliedern, darunter Bürgermeister Martin Mertens (SPD) hatten sich am Dienstagabend kaum ein Dutzend Gäste im Vinhoteca Centro Café an der Rudolf-Diesel-Straße eingefunden.

Ob mangelndes Interesse für Europathemen der Grund war oder die starke Konkurrenz durch Schützenfest und sommerlich-warmes Wetter, bleibt unklar. Rinkert sowie die SPD-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultur, Petra Kammerevert, und die stellvertretende Vorsitzende der Europaunion, Anne Gödde, ließen sich jedoch nicht beirren und stellten verschiedene Aspekte europäischer Politik zur Diskussion. So plädierte Kammerevert zu Beginn dafür, sich für mehr Bildung stark zu machen. "Niemand will ein einheitliches Bildungssystem für Europa", sagte sie, aber wünschenswert wäre doch, sich einheitliche Ziele in der Bildungspolitik zu setzen. So sei gerade das deutsche Konzept der dualen Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ein Erfolgsmodell und "sicher auch ein bisschen für unsere niedrige Arbeitslosenquote verantwortlich", so Kammerevert.

Lebhaft wurde es beim Thema Flüchtlinge, auch wenn die Unterbringung und Betreuung in Rommerskirchen aufgrund niedriger Zahlen zurzeit kein großes Problem darstellt. "Ich glaube, das Dublin-Abkommen war eine reine Schönwetter-Vereinbarung", bezog Kammerevert klar Position. Im Dublin-Abkommen ist geregelt, dass vor allem die EU-Grenzstaaten Malta, Italien, Spanien und Griechenland Asylanträge von Geflüchteten bearbeiten müssen. Diese sehen sich seit der Flüchtlingskrise von 2015 mit dieser Aufgabe überfordert. "Ich glaube, wir brauchen eine neue Dublin-Verordnung", so Kammerevert.

(bero)
 
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