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Rommerskirchen
Frixheimer Schützen renovieren ihr Haus

Rommerskirchen: Frixheimer Schützen renovieren ihr Haus
Mietek und Bianka Mischtal, Frank Füßer und Matthias Schlömer (v.l.) mit einer der neuen Fliesen, die den Belag von 1992 ersetzen sollen. FOTO: A.Tinter
Rommerskirchen. Das Ehepaar Mietek und Bianka Mischtal hat den Schützen 370 Quadratmeter Fliesen gestiftet. Von Sebastian Meurer

Die St.-Sebastianus-Bruderschaft kann ihr Schützenhaus rechtzeitig vor dessen 25-jährigem Bestehen 2017 mit neuen Fliesen ausstatten. Möglich machte es Mietek Mischtal, der Anfang Februar in der NGZ von einem "Hilfsappell" von Präsident Matthias Schlömer gelesen hatte. Der war schon Ende 2015 bei der Gemeinde vorstellig geworden und hatte bei der Jahreshauptversammlung Ende Januar angesichts manch lädierter Fliese aus dem Jahr 1992 noch einmal auf die Dringlichkeit des Problems und die nötige Hilfe von Sponsoren verwiesen.

Die blieb nicht aus: Mietek Mischal, der Mann von Vizebürgermeisterin Bianka Mischtal (CDU), fragte bei seiner Frau nach, welche Hilfe genau benötigt werde. Die arrangierte einen Termin mit Matthias Schlömer, und Bau-Investor Mischtal hörte sich um. Mit durchschlagendem Ergebnis: Unlängst stand eines Montags ein Lastwagen aus Italien vor dem Schützenhaus, der Fliesen für die benötigten 370 Quadratmeter Hallenfläche geladen hatte. Für die Schützen war die Lieferung kostenfrei, wobei Mietek Mischtal darauf besteht, dass es sich bei seiner Spende um "eine rein private Sache" handele. Matthias Schlömer ist rundweg begeistert und spricht mit gehörigem Understatement von "einer kleinen Sensation" für die kleine Bruderschaft, die bei größeren Investitionen in ihr Schützenhaus in aller Regel auf Sponsoren angewiesen ist. Die Fliesen hatte Ivo Biermann, gemeinsam mit Manuel Schuh seit letzter Woche wieder (kommissarischer) Schießmeister der Sebastianer, begutachtet und abgeladen.

Derzeit lagern sie an anderer Stelle, denn bis sie verlegt werden können, wird es noch einige Monate dauern. Was keineswegs allein daran liegt, dass das Schützenhaus in den kommenden Tagen als Residenz für das Königspaar Wilfried und Ulrike Müller fungiert: Bis weit in den Herbst hinein ist es für öffentliche und (zumeist) private Veranstaltungen fast durchweg ausgebucht. Was dafür sorgt, dass es in der Vorweihnachtszeit alles andere als langweilig zugehen wird, denn die Bauarbeiten sind für Dezember vorgesehen: "Die Weihnachtsfeier für die Senioren wird die letzte Veranstaltung sein", kündigt Schlömer an. Ansonsten wurde die gesamte Adventszeit "freigeräumt", wobei die Mitglieder die Fliesen selbst verlegen werden.

Auch wenn der Bautrupp noch nicht rekrutiert ist, ist sich Schlömer angesichts der seit der Einweihung des Schützenhauses 1992 gemachten Erfahrungen sicher, dass sich auch diesmal genügend Freiwillige finden werden, was gleichermaßen für den kompletten Neuanstrich innerhalb der Halle gilt, der laut Geschäftsführer Frank Füßer ebenso nötig ist, um fürs Jubiläumsjahr 2017 gerüstet zu sein. Um Kleber und andere nötige Materialien müssen sich Matthias Schlömer und seine Mitstreiter keine Gedanken machen - auch die stiftet nämlich das Ehepaar Mischtal.

Quelle: NGZ
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