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Rommerskirchen
Frühjahrsputz bei Schneetreiben

Rommerskirchen: Frühjahrsputz bei Schneetreiben
Bei der Dorfreinigungsaktion "Fit für den Frühling griffen auch Hans Beckers mit seinem Sohn Sebastian kräftig zu. Der Auspuff war ihr größter Fund. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Bei der Aktion "Fit für den Frühling" in Rommerskirchen wirkten mehr als 1000 Teilnehmer mit. Die gute Nachricht: Das in freier Natur entsorgte Müllaufkommen ist gegenüber den Vorjahren gesunken. Von Sebastian Meurer

Pünktlich zum Frühjahrsputz der Gemeinde bäumte sich der Winter noch einmal mit Schneefall und eisigem Wind auf. Dennoch ließen sich die ehrenamtlichen Helfer hiervon nicht einschüchtern. Bereits während der gesamten Woche waren Schüler und auch die Jungen und Mädchen der Kindergärten ausgeschwärmt, um ihr Umfeld von anderer Leute Müll zu entsorgen. "Alle Klassen waren von Montag bis Freitag unterwegs", berichtete Bärbel Zippenfennig, die Leiterin der Gillbachschule. Gefunden haben die Schüler ihr zufolge unter anderem ein Planschbecken und ein Bügeleisen sowie natürlich eine Menge kleineren Unrat. 678 Kinder und 333 Erwachsene waren nach Auskunft von Hans Schumacher vom Tiefbauamt mit von der Partie.

Ist die große Schlussrunde der Erwachsenen sonst eigentlich die Domäne der Vereine, war nach Schumachers Worten diesmal die hohe Beteiligung nicht vereinsgebundener Helfer besonders auffällig. Gut 30 Helfer, die in kleineren Gruppen unterwegs waren, dürften in dieser Kategorie jedenfalls der bisherige Höchstwert sein. Noch erfreulicher als die hohe Teilnehmerzahl: Das Müllaufkommen an den bekannten Brennpunkten inklusive des Bahndamms als wildester Müllkippe der Gemeinde lag mehr oder weniger deutlich unterhalb der ansonsten gewohnten Mengen, wie Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert und Schumacher sagten. Der Bahnhof in Eckum mag inzwischen fertig saniert sein, sein Umfeld zeichnete sich auch diesmal durch etliche Fundorte aus - was indes kein spezifisch Rommerskirchener Problem ist. Mehr oder weniger flächendeckend verbreitet waren "depotartige" Anhäufungen von Flaschen. Bierflaschen und Flachmänner fanden sich in vielen Ortsteilen, wobei zu diesen Klassikern auch ein überaus hohes Aufkommen an Wodkaflaschen kam.

Friedhelm Hirtz vom Schützenverein Widdeshoven-Hoeningen verwies auf das außerhalb der Ortschaft liegende Wegekreuz an der Landstraße in Richtung Wevelinghoven. In Sträuchern regelrecht sorgsam eingebettet, war dort ein ganzes Arsenal gründlich geleerter Flaschen aufzufinden. Auch wenn es insgesamt weniger Müll war - für die Helfer aus Widdeshoven und Hoeningen war insbesondere der an die einstige Gohrer Mülldeponie grenzende Bereich einmal mehr die wohl ergiebigste "Fundgrube", wie Peter Offermann berichtete. Schon kurz nach Beginn des Einsatzes war ein Autoanhänger halbvoll. Gut im Gebüsch verborgen, zählte in Widdeshoven ein Autoauspuff zu den auffälligsten Fundstücken. Am Bahndamm in Nettesheim waren 30 Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Nettesheim und Rommerskirchen im Einsatz, die etliche Autoreifen aufstöbern konnte. Das andere Ende der Altersspanne markierte der über 80-jährige Gerhard Broich: Der ehemalige Vanikumer Ortsvorsteher war mit dem Förderverein auf Tour: Auch dort war "weniger als sonst" zu finden, wie Adi Deutzmann, Kassierer des Fördervereins, sagte. Besonders fündig wurde das zehnköpfige Vanikumer Team auf dem Feldweg links und rechts der Brücke für die Nord-/Südbahn: Wodkaflaschen waren in großen Mengen vertreten. Eklig und für spielende Kinder womöglich gefährlich dürfte eine große Zahl gebrauchter Spritzen sein.

Quelle: NGZ
 
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