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Rommerskirchen
Für Rommerskirchen wird es keine "First Responder" geben

Rommerskirchen. Die Freiwillige Feuerwehr wird keine "First Responder Gruppe" einrichten. Das ist das Fazit einer verwaltungsinternen Machbarkeitsprüfung, die der Gemeinderat in Auftrag gegeben hatte. Im Zuge der Pläne für den Bau der neuen Rettungswache hatte es Überlegungen gegeben, ob die Feuerwehr für die Übergangszeit diese freiwillige Zusatzaufgabe übernehmen könne, um eine entsprechende medizinische Grundversorgung zu gewährleisten. First Responder werden nur alarmiert, wenn über den Notruf eine Person in einem akut lebensbedrohlichen Zustand gemeldet wird, wie zum Beispiel bei Kreislaufstillstand, Bewusstlosigkeit oder ausgeprägter Atemnot. Und selbst in einem solchen Fall treten die First Responder der Feuerwehr nur in Aktion, wenn die Leitstelle davon ausgeht, dass sie voraussichtlich schneller am Einsatzort wäre, als der gleichzeitig alarmierte Rettungsdienst einer weiter entfernten Wache.

Die organisatorischen Voraussetzungen für eine First Responder Gruppe sind jedoch so hoch, dass deren Einrichtung "weder wirtschaftlich, noch personell für die Freiwilligen Feuerwehren in Rommerskirchen zu stemmen" wären, so die Verwaltung. So müsste die Gruppe "nachhaltig, planmäßig und auf Dauer organisiert sein, so dass eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr besteht. Dazu ist eine Personalstärke von mindestens zehn Mitgliedern erforderlich". Zudem müsse die Grundausbildung für die First Responder 80 Stunden betragen und ein eigenes, zusätzliches Fahrzeug müsse für solche Einsätze angeschafft werden, um "die Pflichtaufgaben der Feuerwehr unbeeinträchtigt" zu lassen.

Vor allem, darauf wies Rechtsamtsleiter Gregor Küpper hin, seien First-Responder-Einsätze denen der Feuerwehr unterzuordnen: "Ein Herzinfarkt-Einsatz müsste abgebrochen werden, wenn zeitgleich eine Ölspur zur Beseitigung gemeldet würde." Diese Verantwortung wolle man den Feuerwehrleuten nicht aufbürden, befand Bürgermeister Martin Mertens.

(bero)
 
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