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Rommerskirchen
Gabriele Domhof verlässt Kastanienschule

Rommerskirchen: Gabriele Domhof verlässt Kastanienschule
Gabriele Domhof hofft, dass die Kastanienschule bald wieder mehrzügig wird und ist mit Blick auf die Zukunft der Schule optimistisch. In zwei Monaten wird ihre Ära enden. Vom Bildungsausschuss hat sie sich bereits verabschiedet. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Ende Januar 2018 geht die Rektorin in den Ruhestand. Die Neusserin wird dann genau 24 Jahre lang Leiterin der Kastanienschule gewesen sein. Im Bildungsausschuss zog sie jetzt ein Resümee ihrer Zeit in Hoeningen. Von Sebastian Meurer

Ende Januar 2018 verlässt Gabriele Domhof als mit Abstand dienstälteste Schulleiterin in der Region die Kastanienschule. An der wird sie dann nicht weniger als 24 Jahre in dieser Funktion tätig gewesen sein. Im Bildungssauschuss des Rats verabschiedete sich die Neusserin, die für die dortige CDU bis 1996 gut zehn Jahre lang dem Stadtrat der Quirinus-Stadt angehört hatte, am Donnerstabend von den für Schulen und Kitas zuständigen Lokalpolitikern.

An die wandte sie sich mit der Bitte, "weiterhin eine fördernde Schulpolitik zu betreiben". Vor der Zukunft "ihrer" Schule ist Gabriele Domhof jedenfalls nicht bange, auch wenn sie den örtlichen Bildungspolitikern das Jahr 2019/2020 besonders ans Herz legte. Nach derzeitigem Stand nämlich ist zweifelhaft, dass im Herbst 2018 die nötige Zahl von 18 angemeldeten Schulneulingen zustande kommen wird.

Was jedoch keineswegs die zwangsläufige Schließung nach sich ziehen werde: "Die Schulrätin verneinte meine Frage, da die Gemeinde ja nachweisen kann, dass es sich um einen einmaligen Einbruch der Schülerzahlen handelt und die Existenz der Schule in den folgenden Jahren mit einer Anmeldezahl von jeweils mehr als 30 Kindern gewährleistet ist", sagte Gabriele Domhof. Dabei gab sie auch eine "Ehrenerklärung" für Dezernent Elmar Gasten ab, dem jüngst von der Mutter in Hoeningen unterrichteter Kinder unterstellt worden war, vom absehbaren Ende der Schule gesprochen zu haben. Gasten sei in all seinen Aussagen stets für den Erhalt der Schule eingetreten, betonte Gabriele Domhof nachdrücklich.

So klein ihre Schule stets auch war, am Herzen lag ihr immer die Qualität des Unterrichts. Dafür, wie hoch das Niveau an der Kastanienschule ist, gab es immer wieder auch externe Bestätigungen. Im Gegensatz zu der geläufigen Klage über schlechte Leseleistungen von Kindern "erreichen wir immer recht gute Ergebnisse", betont die scheidende Rektorin. Wobei nicht nur sie allein 2017 noch einmal besonders angenehm überrascht wurde: "In NRW haben nur 24 Prozent der Drittklässler im Lesen die höchste Kompetenzstufe 5 erreicht, an der Kastanienschule waren es in diesem Jahr 64 Prozent", informierte sie den Ausschuss. Derart gute Ergebnisse sind für die Pädagogin Resultat der Schwerpunktbildung, die es neben dem Lesen auch in den Bereichen Musik und Natur gibt.

Zu ihrem Leidwesen musste sie zuletzt vier Kinder aus Evinghoven und fünf aus Grevenbroich abweisen. Der Grund: Der Rat hat zuletzt die Einzügigkeit der Schule beschlossen, was Gabriele Domhof und ihre Kolleginnen "sehr bedauert" haben. Ihr Wunsch: "Man kann nur hoffen, dass im kommenden Schuljahr wieder bezirksfremde Kinder angemeldet werden können."

Lob gab es für stets "äußerst engagierte und gute" Lehrerinnen- und OGS-Teams, sowie für das Engagement von Ex-Bürgermeister Albert Glöckner. Die Zeit mit ihm werde sie als "die beste meiner gesamten beruflichen Tätigkeit in Erinnerung behalten", sagte sie.

Quelle: NGZ
 
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