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Rommerskirchen
Geböllert wird an Silvester lieber privat

Rommerskirchen: Geböllert wird an Silvester lieber privat
Geböllert wird auch in Rommerskirchen, was das Zeug hält - allerdings eher im Rahmen von privaten Partys. Größere Feten sind out. FOTO: L. Berns
Rommerskirchen. Morgen sind es genau 18 Jahre her, dass in Rommerskirchen anlässlich des Jahrtausendwechsels eine Silvesterparty als "öffentlich" deklariert wurde. Die Gründe dafür, dass es ähnliches seither nicht mehr gegeben hat, sind vielfältig. Von Sebastian Meurer

In den 1990-er Jahren war das Feuerwehrhauptquartier an der Wehrstraße ein heißer Tipp, wenn es um Silvesterfeten ging, die die eigene Wohnung oder den eigenen Partykeller gesprengt hätten. Zum Jahrtausendwechsel 1999/2000 - morgen vor genau 18 Jahren - lud die evangelische Kirchengemeinde zu einer öffentlichen Silvesterparty in ihr Gemeindezentrum ein.

Seither hat es Vergleichbares nicht mehr gegeben: Gefeiert wird privat, vereinzelt auch in Gaststätten, aber "Mega-Partys", wie sie vor gut 20 Jahren durchaus noch üblich waren, gibt es am Gillbach längst nicht mehr. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Von der NGZ befragte Bürger nennen einige davon.

Noch gut an derartige Events erinnern kann sich Bernd Klaedtke, der sich im Prinzip "gut vorstellen" kann, dass es dergleichen wieder geben könnte. "Das müsste dann aber Sache der Vereine sein, und die würden sich bedanken", verweist der bei der Stadt Köln auch für die Genehmigung von Großveranstaltungen zuständige Berufsfeuerwehrmann auf Schwierigkeiten, die es in dieser Form damals noch nicht gab.

Auch Dirk Fetten, Präsident des Bürgervereins Rommerskirchen, kann sich der Partys bei der Feuerwehr gut entsinnen. Für ihn ist das Problem, "dass es in Rommerskirchen keine geeignete Location gibt, die einer solchen Anforderung gerecht würde."

Auch die Lärmemissionen seien ein Argument gegen solche Partys. "Hinzu kommt, dass sich heute kaum ein Veranstalter eine solche Party leisten kann, wenn man bedenkt welcher Aufwand hinsichtlich einer Genehmigungslage mit Sicherheitsdienst usw. wegen der doch etwas angespannten Sicherheitslage betrieben werden müsste", sagt Fetten.

Dazu kämen noch Catering und Getränke. "Das alles müsste umgelegt werden und würde sich in einem Eintrittspreis widerspiegeln, den voraussichtlich nicht viele zahlen wollen", nennt er einen weiteren wichtigen Grund. "Ich höre immer öfter, das der Trend eher zu einer kleinen privaten Party geht", so Fetten. Andere Antworten bestätigen dies. Elke Scholz-Ewald kann sich noch an die 1025-Jahrfeier Butzheims erinnern, als 1987/88 der Jahreswechsel in einem großen Festzelt gefeiert wurde. "Dies ist damals gut angekommen. Heute scheitert es zumeist daran, dass keiner mehr die Initiative übernimmt", sagt sie. Sie selbst zieht private Feiern vor, "am besten ohne Geböller".

Simone Kolpin sieht es ähnlich: Auch sie feiert jedenfalls am liebsten im privaten Rahmen. Gleiches gilt für Hans-Peter Metzemacher, der öffentliche Großpartys "nie vermisst hat" und Silvester mit der Familie in der Eifel feiern wird. Matthias Schlömer zufolge beschäftigt die Frage einer "öffentlichen" Party für jüngere Leute derzeit den Nachwuchs der Frixheimer St. Sebastianus-Bruderschaft. 2018 werde hierüber eingehend diskutiert, auch wenn der Präsident der Bruderschaft keine Prognose abgeben mag, ob bereits nächstes Jahr eine solche Party gefeiert wird.

Quelle: NGZ
 
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