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Rommerskirchen
"Gefällt mir": Kein Kontra für Etat-Entwurf

Rommerskirchen. Der von der Verwaltung entworfene Etat wurde von allen Parteien abgesegnet. Nach den Klausurtagungen am kommende Wochenende dürfte das einstimmige Ja der Politiker am 22. März im Rat endgültig feststehen. Von Sebastian Meurer

Nach dem Eindruck, den sie im Haupt- und Finanzausschuss vermittelten, scheinen alle Fraktionen geradezu wunschlos glücklich mit dem Haushaltsentwurf für 2018 zu sein.

Die von Kämmerer Bernd Sauer und Kämmereileiterin Dagmar Andres präsentierte erste Veränderungsliste jedenfalls spielte in der Diskussion lediglich eine Nebenrolle. Kritische Anmerkungen oder gar eine Ablehnung des Zahlenwerks waren nicht vernehmbar. Für die Haushaltsverabschiedung am 22. März ist nach Lage der Dinge mit einer "ganz großen Groko" zu rechnen.

Bürgermeister Martin Mertens kann es recht sein: "Natürlich freut mich, dass der Haushaltsentwurf offensichtlich von allen Ratsfraktionen unterstützt wird. Unser Ziel ist es, gemeinsam Rommerskirchen in eine gute Zukunft zu führen", kommentierte er den Sitzungsverlauf. Bei der war auch die bis vor einigen Jahren noch gebräuchliche Beschlussempfehlung an den Rat nicht mehr nötig, um weitestgehende Übereinstimmung zu konstatieren. Inwieweit die einst im Haupt- und Finanzausschuss gestellten Anträge der Fraktionen nach deren Klausurtagungen kommendes Wochenende noch folgen könnten, ist zumindest fraglich. "Natürlich haben wir Ideen, aber es bleibt die Frage der Umsetzbarkeit", sagt CDU-Chef Michael Willmann als zumindest nomineller "Oppositionsführer".

Die CDU will bei ihrer anstehenden Klausur in Jülich denn auch "prüfen, ob es überhaupt Sinn macht", Anträge zu stellen. Ansonsten lobte Willmann das zugunsten der CDU veränderte Klima, seit Heinz-Peter Gless den SPD-Fraktionsvorsitz übernommen habe. "Das Klima ist entspannter und produktiver", so der zuletzt von Attacken des SPD-Chefs Johannes Strauch verschont gebliebene Willmann. Der CDU-Chef ließ durchblicken, dass seine Fraktion dem Etat unter anderem auch deshalb zustimme, "weil die Verwaltung unsere Kritik an früheren Haushalten aufgegriffen hat."

Die SPD hält ihre Klausur in Schleiden ab: Ihr Ja zum Etat steht außer Frage. Dass die SPD mit Anträgen zurückhaltend sein dürfte, hat nicht allein damit zu tun, dass die von ihnen initiierte neue Ehrenordnung eine einstimmige Mehrheit fand und einmalig 4500 Euro kosten wird. In der ersten Veränderungsliste hat sich der im Dezember noch ausgewiesenem Überschuss in Höhe von 27.800 Euro auf jetzt 13.600 Euro mehr als halbiert.

Stephan Kunz (FDP) kündigt für die Klausur "Homeshopping" an: Die FDP wird bei "Schmitze Sophie" in Evinghoven beraten. Kunz rechnet mit einer Zustimmung der FDP und kündigt bereits einen Antrag an, bei dem zwecks Zinssicherung kurzfristige Kreditanlagen der Gemeinde langfristig entschuldet werden und also das Zinsrisiko minimieren. Von Belang sei dies aber erst für kommende Haushalte, versichert Kunz.

Quelle: NGZ
 
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