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Rommerskirchen
Gemeinde bleibt im Partnerschaftskomitee

Rommerskirchen. Der Rat lehnt mit deutlicher Mehrheit ab, die Gemeinde aus dem Komiteevorstand zu entfernen.

Zum Jahresende will das Partnerschaftskomitee Mouilleron le Captif während seiner Jahreshauptversammlung darüber entscheiden, ob die Gemeinde auch weiterhin qua Satzung im Vorstand des Vereins vertreten sein soll. Bedenken hiergegen hegt neben der Verwaltung auch der Rat: Der sprach sich für eine Beibehaltung des bisherigen Status quo mit einem "geboren" Vorstandsmitglied aus dem Rathaus aus.

Lediglich Albert Breuer (CDU) sprach sich dagegen aus, immerhin sechs von zehn anwesenden Christdemokraten enthielten sich der Stimme. Zu denen gehörte auch Fraktionschef Michael Willmann, der zudem Vorsitzender des Partnerschaftskomitees ist. Die Sache sei "nicht auf meinem Mist gewachsen", sagte Willmann. Vielmehr sei im Komitee-Vorstand der Gedanke aufgekommen, "dass der Verein irgendwann mal auf eigenen Füßen stehen müsse", so Willmann weiter. Nahezu gleichlautend hatte sich bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Komitees Ulrike Schauwinhold geäußert, deren Mann Michael Krause-Schauwinhold dort einen weiteren Antrag, der die Möglichkeit zum Ausschluss von Mitgliedern schaffen sollte, letztlich zurück zog.

Eröffnet hatte die Diskussion im Rat der frühere SPD-Fraktionschef Heinz-Peter Gless, der nicht verstehen mochte, "warum man eine bewährte Zusammenarbeit nach Jahren auf den Prüfstand stell". Gless verwies darauf, dass eine Satzungsänderung Konsequenzen für das Komitee haben könnte. Weitgehende Einigkeit bestand im Rat über die auch von Bürgermeister Martin Mertens vertretene Auffassung, dass Träger der 2002 geschlossenen Partnerschaft mit Mouilleron le Captif die Gemeinde ist, die deren konkrete Ausgestaltung an das Partnerschaftskomitee delegiert habe. Der Verein als solcher könne nicht als Träger der Partnerschaft auftreten, wie Mertens deutlich machte, der schon bei der Mitgliederversammlung auf juristische Bedenken hingewiesen hatte. Hintergrund des Streits ist die vom Komitee im Frühjahr abgesagte deutsch-französische Jugendbegegnung, die stattdessen Gemeinde und Kreisjugendamt realisiert hatten.

Den Antrag, den Wunsch des Rats in einem förmlichen Beschluss zu manifestieren, stellte übrigens der partei- und fraktionslose Stephan Kunz. Der bisherige Fraktionsvize der CDU nutzte auch sonst fleißig die Gelegenheit den Unionsvertretern zu widersprechen. Die Jahreshauptversammlung soll Ende November/Anfang Dezember stattfinden. Zuvor verkostet das Komitee am 19. November erst mal den neuen Beaujolais Primeur.

(S.M.)
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