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Rommerskirchen
Gemeinde plant im Netzwerk ihre Zukunft

Rommerskirchen: Gemeinde plant im Netzwerk ihre Zukunft
Carsten Friedrich, Leiter des Planungsamtes der Gemeinde, freut sich über die Arbeit im Netzwerk, das für Rommerskirchen Vorteile bringt. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Rommerskirchen ist Teil des Projektes "StadtUmland.NRW". Darin werden Themen wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Freizeit besprochen. Von Klaus D. Schumilas

Die Gemeinde hat nicht nur einen Ruf, sondern in der Region eine feste Rolle: Sie ist, anders als Städte wie Bergheim oder Pulheim, stark ländlich geprägt. Das soll zwar weiterhin so bleiben, doch eine deutliche Imageveränderung wird es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten geben. Das liegt am Förderprojekt des Landes unter dem Titel "StadtUmland.NRW". Darin wird den teilnehmenden Kommunen eine neue Funktion zugesprochen. "Wir werden nicht endlos wachsen, aber eine neue Bedeutung und Rolle als unmittelbare Nachbarstadt der Metropolstadt Köln erhalten", sagt Carsten Friedrich, Leiter des Planungsamtes der Gemeinde. Mit Folgen: Aufgrund dieser Perspektive steigen die Aussichten, im Rahmen der Aufstellung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Düsseldorf mehr Wohnbauflächen zugesprochen zu bekommen und auch das geplante große Agrarzentrum verwirklichen zu können.

Ein wesentliches Element dieses Projektes ist die Gemeinsamkeit. Das heißt, alle Teilnehmer, ob das große Köln, das mittelgroße Bergheim oder das kleine Rommerskirchen - "alle sind gleichberechtigt, haben jeweils eine Stimme", so Friedrich. Klar ist, und darauf läuft die Initiative des Landes hinaus, die 200.000 Euro zur Verfügung stellt, dass die Herausforderungen nur gemeinsam gestemmt werden können. Und da fällt dem mit gut 13.000 Einwohnern kleinen Rommerskirchen eine nicht unbedeutende Bedeutung zu. Zum einen wechselt sich die Gemeinde mit Dormagen in der Rolle als Sprecherin des Rhein Kreises in der Arbeitsgruppe des Projektes ab. Zum anderen bietet sie im Grundsatz reichlich Platz, um Wohnungswünsche, die in Köln nicht befriedigt werden können, hier einzulösen. "Ramrath oder Villau werden in ihrer Ländlichkeit so bleiben, aber Eckum ist wegen des nahe liegenden Bahnhofs sehr attraktiv für Wohnungssuchende", erklärt Friedrich.

Insgesamt geht es um ein Umdenken bei Städten und Gemeinden, das das Land mit einem solchen Projekt lenken will. "Die Menschen beachten immer weniger Stadt- und Verwaltungsgrenzen. Es gibt de facto einfach zu viele Verflechtungen." Wer seine Wohnbedürfnisse erfüllt sieht, eine gute Verkehrsverbindungen vor der Haustür hat und interessante Naherholungsangebote sieht, den stört nicht, wenn er ein paar Kilometer hinter der Kölner Stadtgrenze wohnt. "Der sieht sich weiterhin als Kölner." Bei den Kommunen herrscht Einsicht: "Der Bürger willeinfach nur sein Dasein gut gestalten." Und dabei müssen Städte und Gemeinden helfen, gemeinsam agieren, Rahmenbedingungen schaffen und nicht an starren Strukturen festhalten. "Kirchturmdenken ist passé", ist der Rommerskirchener Stadtplaner überzeugt.

So sollen Flächenbedarfe untereinander abgestimmt und partnerschaftlich organisiert werden. Das Ganze unter einem Leitbild mit dem Namen "zusammenWACHSEN", dem sich dieses Zukunftskonzept Stadt-Umland-Netzwerk annimmt, transparent agiert und interkommunal nach Lösungen sucht.

Quelle: NGZ
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