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Rommerskirchen
Gemeinde plant "Kubanische Woche"

Rommerskirchen: Gemeinde plant "Kubanische Woche"
Mareike Daennart (links) und Sebastian Schümmer (rechts) gehören zu den engagierten Unternehmern, die an dem von Wirtschaftsförderin Bele Hoppe koordinierten Runden Tisch teilnehmen. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Der Runde Tisch des Handels und der Dienstleister wird effizienter und ersetzt inzwischen die vor zwei Jahren aufgelöste "Wirtschaftsinitiative Rommerskirchen". Auf dem Marktplatz soll es endlich einen Weihnachtsmarkt geben. Von Sebastian Meurer

Nicht nur für das Wirtschaftsbüro und den Runden Tisch des Handels und Dienstleistungsgewerbes wird es eine durchaus exotische Angelegenheit: Weißer Rum und Cohiba- oder Davidoff-Zigarren werden natürlich auch dabei sein, wenn das Experiment startet. Voraussichtlich Anfang Mai soll es nach den Worten von Bürgermeister Martin Mertens eine "Deutsch-Kubanische Woche" in der Gemeinde geben.

Bereits vorher soll Anette Chao Garcia, Leiterin der Außenstelle Bonn der kubanischen Botschaft, möglichst auf dem nächsten Unternehmerforum zu Gast sein, so der Bürgermeister, der auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) für das Projekt gewinnen will. "Ob sich daraus dauerhafte wirtschaftliche Kontakte der Gemeinde zu Kuba ergeben, muss die Zukunft zeigen", sagt Mertens, der einstweilen noch keine weiteren Details zur "Deutsch-Kubanischen Woche" verraten mag. Vor knapp vier Monaten war die kubanische Diplomatin erstmals in der Gemeinde zu Gast, wobei die inzwischen konkretere Formen annehmenden Projekte schon damals angesprochen wurden.

Der Runde Tisch beschäftigt sich indes auch mit einer Reihe anderer Themen, wobei Wirtschaftsförderin Bele Hoppe sich angesichts der inzwischen sechsten Sitzung des informellen Gremiums auch diesmal nicht über Mangel an Resonanz beklagen musste. Der Runde Tisch war vor gut einem Jahr ins Leben gerufen worden, nachdem die Wirtschaftsinitiative für Rommerskirchen (WIR) sich 2014 endgültig aufgelöst hatte. Unternehmerkritik angesichts des verkaufsoffenen Adventssonntags 2014 ließ dann jedoch die Erkenntnis reifen, dass eine zumindest koordinierende Instanz eine durchaus sinnvolle Angelegenheit wäre. Überaus angetan ist Bele Hoppe vom Engagement der beteiligten Unternehmer: Fotografin Mareike Daennart war bereits beim Start des Runden Tisches mit von der Partie, während Optikermeister Sebastian Schümmer bereits wenige Monate nach der Ansiedlung in der Gemeinde als Gastgeber des Unternehmerforums fungierte.

Bei einer Neuauflage der von der IHK initiierten Aktion "Heimat shoppen" wollen die am Runden Tisch versammelten Unternehmer ebenso mitwirken wie an der einen oder anderen Spontan-Aktion. Fest eingeplant ist auch ein Weihnachtsmarkt - der in dieser Form zudem ein Novum für die Gemeinde wäre: "Es sollen ausschließlich heimische Händler teilnehmen", sagt Bele Hoppe.

Ins Auge gefasst worden ist der vierte Advent, 18. Dezember, wobei ausschließlich im Ortskern, nämlich auf dem Marktplatz, gefeiert werden soll. Denkbar ist Martin Mertens zufolge "auch, das Weihnachtskonzert der Gemeinde dann auf dem Marktplatz stattfinden zu lassen". Unberührt von einem solchen Weihnachtsmarkt bleibe indes die Tatsache, dass der erste Advent, 27. November, einer von zwei verkaufsoffenen Sonntagen bliebe.

Quelle: NGZ
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