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Rommerskirchen
Gemeinde soll Flächenversiegelung eindämmen

Rommerskirchen: Gemeinde soll Flächenversiegelung eindämmen
Jupp Kirberg wünscht sich mehr Grünflächen. FOTO: LH
Rommerskirchen. Jupp Kirberg (Grüne) stieß mit seinem Antrag im Bauausschuss auf offene Ohren. Allerdings sind noch Details zu klären. Von Stefan Schneider

Jupp Kirberg spricht von "Verunstaltung". Wenn der Grünen-Politiker durch Rommerskirchen geht, fallen ihm immer wieder Bereiche auf, die eigentlich als natürliche grüne Ausgleichsflächen vorgesehen sind, aber zugeschottert wurden. Das ist zum Beispiel teilweise bei Baumscheiben der Fall. "Der Natur entfremdete Bereiche gehen einer Vielfalt von natürlichem Lebensraum verloren", kritisiert der Politiker. Kirberg beantragte deshalb, solche Versiegelungen möglichst sofort aufzuheben.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau, Verkehr, Natur und Umwelt stieß er mit seinem Anliegen auf offene Ohren - mit Einschränkung auch bei der Gemeindeverwaltung. Die hatte den Ausschussmitgliedern zwar in einem Beschlussvorschlag empfohlen, dem Grünen-Antrag nicht zuzustimmen, bot aber einen Kompromiss an.

Der Hintergrund: Die Gemeinde wirbt seit Jahren dafür, dass Bürger in Neubaugebieten Patenschaften für Baumscheiben übernehmen. Viele dieser Paten hätten aber darum gebeten, die Baumscheiben, meistens in einer Größenordnung von zwei Quadratmetern, zwecks einfacher Pflege mit Schotter aufzufüllen. Vorschlag aus dem Rathaus: Der Ausschuss möge beschließen, "die bestehenden Patenschaften bis zur Kündigung in der unterzeichneten Form weiter zu führen, aber keine neue Patenschaften für geschotterte Baumscheiben abzuschließen".

Nach längerer Diskussion, in dem sich das Gremium grundsätzlich für die Eindämmung von Flächenversiegelungen aussprach, wurde das Thema auf Vorschlag von Bürgermeister Martin Mertens doch noch einmal vertagt. Denn Ralf Steinbach (SPD) hatte zu bedenken gegeben, dass sich bei einer rigorosen Handhabung weniger Bürger zu Grünpatenschaften bereiterklären würden, weil ihnen ohne die Schotterung der Pflegeaufwand zu hoch sein könnte. Nun soll in Ruhe nach einer befriedigenden Lösung gesucht werden.

Quelle: NGZ
 
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