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Rommerskirchen
Gemeinde will zweiten Memoriam-Garten

Rommerskirchen: Gemeinde will zweiten Memoriam-Garten
Hermann-Josef und sein Sohn Bernhard Krüppel planen einen zweiten "Memoriam-Garten" auf dem Friedhof. FOTO: l. BERNS
Rommerskirchen. Rat wird für die Anlage eines weiteren Friedhofsgartens eine Fachfirma aus Allrath beauftragen. Die Zahl der anonymen Bestattungen steigt. Von Sebastian Meurer

Schon bei der Einweihung des ersten Memoriam-Gartens vor fast auf den Tag zwei Jahren präsentierte sich Hermann-Josef Krüppel auf dem Nettesheimer Friedhof voller Tatendrang: "Für zwei bis drei weitere Memoriam-Gärten reichen die Kapazitäten", sagte der Gartenexperte damals durchaus auch mit Blick auf anderen Kommunen in der Region. Die beginnen inzwischen langsam nachzuziehen, während in Rommerskirchen der zweite Friedhofsgarten im Stil eines Memoriam-Gartens geplant ist. Entstehen soll er auf einer gut 700 Quadratmeter großen Fläche auf dem Friedhof "Am Teebaum".

Dass der Rat am 21. April der Fachfirma Krüppel aus Allrath den Zuschlag erteilen wird, kann als sicher gelten, wie aus der Politik zu erfahren ist. "In einer Zeit, wo sie sehr in Mitleidenschaft gezogen ist, wollen wir etwas für die Friedhofskultur tun", sagt Krüppel unter anderem mit Blick auf die stetig zunehmende Zahl anonymer Bestattungen. "Wir wollen etwas ganz Schönes machen", so Krüppel, der die Umsetzung "einiger neuer Ideen" ankündigt: Schließlich soll der neue Memoriam-Garten keine bloße Kopie des kreisweit ersten Exemplars in Nettesheim werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Memoriam-Garten auf dem Friedhof am Teebaum bereits im kommenden Herbst eröffnet werden. Schon im Mai wird Juniorchef Bernhard Krüppel mit den ersten Anpflanzungen beginnen, die witterungsbedingt nicht erst während der Sommerhitze erfolgen können.

Der Memoriam-Garten in Nettesheim hatte sich von Beginn an großer Resonanz erfreut, wofür nicht allein die mehr als 100 Besucher bei der - auch mit Sekt gefeierten - Eröffnung zeugen. "Auch in Rommerskirchen war die Nachfrage sehr groß", berichtet Rathaussprecher Elmar Gasten. Der Memoriam-Garten am Teebaum entsteht zu den selben Konditionen wie der in Nettesheim: Wer eine Grabstelle erwirbt, muss zugleich mit der Firma in Allrath einen Pflegevertrag eingehen. Die verpflichtet sich dann, die Gesamtpflege für 25 Jahre zu übernehmen. Woraus dann auch bis zu 45 Jahre werden können, wenn ein Partner hinzubestattet wird. Damit die Kunden nicht irgendwann auf der langen Strecke finanziell in Bedrängnis kommen, bürgt als Rettungsanker die Rheinische Treuhandstelle für Dauergrabpflege. Konstant bleiben sollen auch die Preise, so Krüppel.

Entdeckt haben er und sein Sohn das neuartige Projekt eines Memoriam-Gartens 2009 bei der sächsischen Landesgartenschau in Reichenbach im Vogtland. Voraussetzung dafür, es selbst einmal in Angriff nehmen zu können, war die Nachfolgeregelung im Betrieb: Seit feststeht, dass Bernhard Krüppel das Familienunternehmen weiterführen wird, stürzen er und sein Vater sich mit vollem Elan in die Realisierung derartiger Friedhofsgärten. Mit im Boot sind auch jetzt die Kooperationspartner, die Grevenbroicher Steinmetzfirma Gorius, Grabmale Wolf aus Jüchen und natürlich die Treuhandstelle.

Quelle: NGZ
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