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Rommerskirchen
Genossenschaft baut Silos für Holzpellets

Rommerskirchen: Genossenschaft baut Silos für Holzpellets
Seit Anfang des Jahres mit dem alternativen Brennstoff „Holzpellets“ im Geschäft – die Buir-Blieheimer Agrargenossenschaft mit Marvin Polinski (v.l.), Michael Koch und Axel Steinkellner. FOTO: Tinter
Rommerskirchen. Die neuen Silos des Agrarzentrum der Buir-Bliesheimer sind ausschließlich für den alternativen Brennstoff gedacht Von Sebastian Meurer

Die Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft setzt ihre seit 2010 gemachten Ankündigungen, ihr Geschäftsfeld zu erweitern, Schritt für Schritt um. Allein 17 Silos befinden sich im 2011 in Betrieb gegangenen, neuen Agrarzentrum, das immer weiter wächst. Jüngstes Beispiel: In zwei neuen Silos, deren Anschaffung mehr als eine Million Euro gekostet hat, hält die Genossenschaft Holzpellets bereit, "um die Versorgungssicherheit des Rheinlands zu gewährleisten", wie Michael Koch sagt, der bei dem Unternehmen die Abteilung Energie leitet.

Koch verweist dabei auf "die Störfaktoren", denen der internationale Energiemarkt unterliegt, ob es nun ums Öl oder um die Gasversorgung geht. Schon seit Jahrzehnten ist die Genossenschaft auch im Energiebereich tätig. Was einst mit günstigem Diesel für die Landwirtschaft begann, ist längst zum größeren Publikumsgeschäft geworden, was natürlich auch für die Holzpellets gilt. "Das geht nur mit einem starken Partner, allein vertrocknet man", sagt er mit Blick auf die in Münster ansässige Raiffeisen-Bio-Brennstoffe GmbH (RBB), die seit 2011 das genossenschaftliche Holzpellets-Geschäft bündelt.

Seit Jahresbeginn kann jedermann bei der Genossenschaft Holzepellets kaufen und mit dem ersten Quartal ist Marvin Polinski, der bei der Buir-Bliesheimer für den Energieverkauf zuständig ist, sehr zufrieden. Insgesamt sind gut 2500 Tonnen verkauft worden. Hartholz- und Weichholzpellets hat die Genossenschaft im Angebot.

Die Kapazität der beiden erbauten Silos beträgt 3500 Tonnen, "gefüllt sind sie allerdings im Schnitt mit 2000 Tonnen", sagt Axel Steinkellner, der das Agrarzentrum im Gewerbepark III leitet. "2000 Tonnen Pellets entsprechen etwa 1000 Liter Öl", nennt Steinkellner die gängige Faustregel für den Heizwert.

Der Preis für eine Tonne Pellets liegt Michael Koch zufolge derzeit bei 235 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Hinzu kommen die weithin bekannten ökologischen Vorzüge: "Pellets sind CO 2-frei, naturbelassen und Holz wächst immer wieder nach", erklärt Koch. Verkauft werde nur qualitativ hochwertiges Material der Kategorie DIN-A I plus, fährt er fort und verweist auf eingehende Prüfungen der Pellets.

Die Kundschaft deckt den eingangs von ihm genannten Einzugsbereich. Aus dem Köln-Aachener Raum und der Voreifel kommen die Käufer ebenso wie aus Mönchengladbach und dem gesamten Kreisgebiet. "Prominenteste" Beispiele innerhalb der Gemeinde sind das Caritas-Haus St. Elisabeth und die benachbarten betreuten Wohnungen, die alle mit Pellets beheizt werden.

Nachdem die Buir-Bliesheimer 2010 den Wechsel vom fast schon vergessenen Eckumer Standort unmittelbar am Bahnhof in den Gewerbepark III angekündigt und überaus zügig vollzogen hatte, ist das neu errichtete Agrarzentrum ständig weiter expandiert. Wobei das Ende noch nicht erreicht ist, wie Axel Steinkellner betont: Geplant sind noch zwei weitere Silos, und zwar in diesem Jahr: "Wir gehen davon aus, dass wir vor der Ernte fertig sind", ist Steinkellner durchaus optimistisch.

Quelle: NGZ
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