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Rommerskirchen
Glasfaser: Telekom steigt ins Rennen ein

Rommerskirchen. Nach Deutscher Glasfaser und dem mit Westnetz kooperierenden NetCologne will ab 2017 auch die Telekom besonders schnelle Internetverbindungen anbieten: Glasfaser bis ins Haus ist nur im Gebiet "Steinbrink" geplant. Von Sebastian Meurer

Bereits seit den Sommerferien laufen die Ausbauarbeiten der Deutschen Glasfaser im Norden der Gemeinde auf Hochtouren. Bei einem Gespräch im Rathaus sagten Vertreter des Unternehmens jetzt auch den Komplettausbau in den südlichen Ortsteilen von Frixheim über Nettesheim und Butzheim bis nach Vanikum und Sinsteden zu. Nachdem dort die Nachfragebündelung im Frühjahr kein klares Votum ergeben hatte, war seit Monaten offen, wie es nun weitergehen soll. Bürgermeister Martin Mertens freut sich über "das Ende der Hängepartie" und begrüßt die Zusage der Deutschen Glasfaser als "einen gewaltigen Schritt nach vorne."

Zu beachten ist jedoch, dass von dem Komplettausbau Teile von Rommerskirchen, Gill und Eckum ausgenommen bleiben. Dort lag die Nachfrage der Kunden nach einem Anschluss an das bis ins die Haushalte hinein zu verlegende Glasfasernetz deutlich unter dem erforderlichen Quorum, wie Wirtschaftsförderin Bele Hoppe berichtet. Gleichwohl besteht nach wie vor die Möglichkeit, das bislang avisierte Ausbaugebiet zu erweitern, wie Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser versichert: "Jeder neue Vertrag wird gewichtet und geht in unsere Planungen ein. Unsere Erfahrungen zeigen, dass mit dem konkreten Ausbau der Leitungen die Nachfrage noch einmal deutlich ansteigt." Innerhalb der nächsten 14 Tage will das Unternehmen präzise Informationen zum Ausbau an alle Haushalte versenden.

Im Rahmen einer Kooperation zwischen Westnetz und NetCologne werden bereits seit dem Frühjahr Glasfaserleitungen bis hin zu den Kabelverzweigern im Straßenraum verlegt. Die "letzte Meile" bis zu den Haushalten wird bei dieser "Vectoring"-Technologie mit Kupferkabeln zurückgelegt. Dies gilt für die Ortsmitte von Rommerskirchen, Vanikum, Sinsteden, Butzheim, Nettesheim, Frixheim, Anstel, Eckum und Gill. Die Leistungen der NetCologne sollen den Bürgern schon in Kürze zur Verfügung stehen wie Bele Hoppe gestern Abend den Ausschuss für Gemeindentwicklung und Wirtschaft informierte. "Bislang sind die Anmeldezahlen bei NetCologne in Rommerskirchen im Vergleich zu anderen Gebieten sehr gering", so die Wirtschaftsförderin. Der Einschätzung, es könnte ein Zusammenhang mit den Aktivitäten der Deutschen Glasfaser bestehen, mag sie nicht widersprechen.

Ins Rennen einsteigen will auch die Telekom. Voraussichtlich ab 2017 wird sie sich in Widdeshoven, Evinghoven, Oekoven, Deelen und Ueckinghoven engagieren. Zum Zuge kommen soll auch bei der Telekom die Vectoring-Technologie mit maximalen Surfgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s, wie Bele Hoppe gestern den Fachausschuss informierte. Für die südlichen Ortsteile ist der Wirtschaftsförderin zufolge eine Kooperation von Telekom und NetCologne im Gespräch. Glasfaserkabel bis ins Haus zu verlegen, zieht die Telekom demnach nur im Neubaugebiet Steinbrink in Betracht.

Quelle: NGZ
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