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Rommerskirchen
Heute ist Bauabnahme für die Bahnhofsrampe

Rommerskirchen: Heute ist Bauabnahme für die Bahnhofsrampe
Ab Mitte September soll die neue Treppen- und Rampenanlage von den Bahnkunden genutzt werden können. FOTO: LOTHAR BERNS
Rommerskirchen. Die Bahn nimmt die Rampe trotz der reklamierten Mängel ab. Damit ist der Weg frei für einen zügigen Abschluss des Bahnhofsumbaus. Von Sebastian Meurer

Das seit mehr als einem halben Jahr anhaltende Tauziehen ist beendet: Heute wird die Deutsche Bahn (DB) die neue Rampe am Bahnhof offiziell abnehmen. Damit ist der Weg frei für den möglichst zügigen Abschluss der seit April währenden Umbauarbeiten am Bahnhof. Wie berichtet, hatte die Bahn lange Zeit die Bauabnahme verweigert, da die Firma Tholen die Rampe entgegen den verbindlichen Vorgaben errichtet habe.

Bürgermeister Martin Mertens und Baudezernent Hans-Josef Schneider gehen davon aus, dass die seit Herbst 2014 umstrittene Treppen- und Rampenanlage ab Mitte September von den Bahnkunden genutzt werden kann. Das Ende der Bauarbeiten ist für Oktober geplant und soll "nach den Herbstferien" gefeiert werden, kündigt Martin Mertens an. Monatelang wurde hinter den Kulissen zäh darum gerungen, die Kuh endlich vom Eis zu bringen. "Es war schon sehr früh klar, dass das Bauwerk nicht abgerissen wird", sagt Hans-Josef Schneider mit Blick auf die aus Laiensicht einfachste, aber zugleich kostspieligste Lösung. Der gordische Knoten wurde eher Faden für Faden aufgedröselt denn zerschlagen: An den langwierigen Gesprächen waren neben der Gemeinde und dem Kölner Ingenieurbüro Vössing die Bahn und das Eisenbahnbundesamt beteiligt. Die Firma Tholen nahm daran schon längere Zeit nicht mehr teil, ehe die Gemeinde Anfang April die Zusammenarbeit mit dem Geilenkirchener Bauunternehmen beendete.

Auch wenn es seither noch eine ganze Weile dauern sollte, dem inhaltlichen Durchbruch zugunsten der Bauabnahme ebnete ein im April fertig gestelltes Gutachten des Büros von Professor Josef Hegger den Weg: Hegger ist ein vom Eisenbahnbundesamt zertifizierter Statiker. Dieser Status ist eine der Voraussetzungen dafür, um bei der Behörde überhaupt Gehör zu finden. Entscheidende Gespräche liefen zuletzt zwischen Bahn und Eisenbahnbundesamt, die Gemeinde blieb hier außen vor. Ihren Standpunkt darlegen konnte sie indes in Verhandlungen mit Kai Rossmann, dem Leiter des DB-Bahnhofsmanagements in Köln.

Vorige Woche kam die erste Nachricht und zu Wochenbeginn der offizielle Bescheid, dass die Deutsche Bahn, die DB Station & Service sowie last but not least das Eisenbahnbundesamt keine Bedenken mehr gegen eine Abnahme haben. Und zwar "nach eingehender Prüfung der nicht regel- und planungskonformen Bauausführung", wie es heißt. Federführend beenden wird den Bahnhofsumbau die Eckumer Firma "prangenbergBau". Sie hat bereits noch ausstehende Arbeiten an der Treppe vorgenommen. Auch die laut Rechtsanwalt Andreas Berstermann auf die Bauabnahme klagende Firma Tholen ist heute eingeladen, so Martin Mertens. Dass die Abnahme nun doch erfolgt, stärkt Tholens Rechtsposition in keiner Weise, wie Juliane Paefgen, die Leiterin des Rechtsamts, deutlich macht. Der Hinweis auf die "nicht regel- und planungskonforme Bauausführung" wird nämlich dabei explizit dokumentiert.

Quelle: NGZ
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