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Rommerskirchen
Hoeningens Kirche ist wieder geöffnet

Rommerskirchen: Hoeningens Kirche ist wieder geöffnet
Thomas Bong, Dirk Seitz, Brigitte Holzweiler und Pastor Norbert Müller(v.l.) konnten jetzt bei einer Führung durch Stephanus den Schlusspunkt unter die rundum gelungene Sanierung der Hoeninger Kirche setzen. FOTO: Berns
Rommerskirchen. Neue LED-Lampen verstehen sich von selbst, doch auch klimatechnisch ist St. Stephanus nun wieder auf neuestem Stand: Mittels Lüftungsmotoren kann auch die bislang extrem hohe Luftfeuchtigkeit wirksam gesenkt werden. Von Sebastian Meurer

Die Pfarrkirche St. Stephanus erstrahlt wieder in neuem Glanz. Erstmals seit Pfingsten konnte Pfarrer Norbert Müller in dem in seinen Grundfesten aus dem 12. Jahrhundert stammenden Gotteshaus die erste heilige Messe seit Pfingsten feiern. Nach der knapp ein halbes Jahr währenden Sanierung der Kirche hatte der Kirchenvorstand die Gläubigen dazu eingeladen, das Ergebnis zu begutachten, und das Fazit fiel einhellig positiv aus: "Wir sind froh, dass es so schön geworden ist", formulierte Brigitte Holzweiler beileibe keine Einzelmeinung.

Zunächst war es "lediglich" darum gegangen, den Innenbereich mit einem neuen Anstrich zu versehen und neue Lampen zu installieren. Wie es bei Sanierungen alter Gebäude nun einmal so ist, war es damit jedoch noch längst nicht getan: Setzrisse wurden entdeckt, und auch Schäden im Außenbereich galt es zu beseitigen sowie das Gemäuer neu auszufugen.

Gut sechs Jahre lang hatte sich der Kirchenvorstand um dessen Vorsitzenden Thomas Bong und Dirk Seitz beim Erzbistum Köln für die Sanierung engagiert. "Es war nicht so, dass wir großartig hätten kämpfen müssen", erinnert sich Thomas Bong. Gleichwohl war Geduld nötig, denn das Erzbistum hatte zwar keine prinzipiellen Einwände, zunächst jedoch sehr wohl andere Prioritäten: In den vergangenen Jahren lag ein Schwerpunkt der kirchlichen Bautätigkeit nämlich darauf, die katholischen Kindergärten für die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren umzurüsten - wie auch in Rommerskirchen, Oekoven und Sinsteden geschehen.

Den letzten Innenanstrich gab es zu Beginn der 1990-er Jahre, kein Wunder also, dass es in der Kirche jetzt merklich heller ist, wobei sogar in einer Diapräsentation an der Wand die Bauarbeiten dokumentiert werden konnten. Planung und Ausführung lagen in den Händen des Viersener Architektenbüros Dewey & Blohm-Schröder. Gelungen ist es auch, die außerordentlich hohe Luftfeuchtigkeit in der Kirche durch den Einbau von selbstregulierenden Lüftungsmotoren an den Kirchenfenstern zu senken. Auch in St. Stephanus werden heute deutlich weniger Gottesdienste gefeiert als in früheren Zeiten: Es wird daher weniger geheizt und die gemessene Luftfeuchtigkeit erreichte Spitzenwerte von bis zu 90 Prozent. "Jetzt liegen sie wieder in einem guten Bereich", sagt Dirk Seitz.

Gottesdienste wurden in der Gemeinde natürlich auch in den vergangenen Monaten gefeiert: Außerordentlich gut bewährt hat sich dabei die Ramrather Lambertuskapelle, die angesichts ihrer auf das 8. oder 9. Jahrhundert geschätzten Entstehungszeit als das älteste Gotteshaus weit über das Kreisgebiet hinaus gilt.

Neu gestimmt werden muss nun noch die 2014 eingeweihte neue Orgel, die einstweilen noch sorgfältig "verpackt" bleiben muss: Die Arbeiten können erst nach Neujahr erledigt werden. Gekostet hat die Sanierung einen sechsstelligen Betrag im unteren Bereich - mehr mag Bong nicht verraten. 70 Prozent der Kosten trägt das Erzbistum Köln.

Quelle: NGZ
 
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