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Rommerskirchen
In drei Orten wird der Kanal saniert

Rommerskirchen: In drei Orten wird der Kanal saniert
An der Breslauer Straße in Gill hat der Erftverband bereits mit der Kanalsanierung begonnen. In der zweiten Jahreshälfte folgen die Ortsteile Frixheim und Anstel. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Der Erftverband wird in diesem Jahr für Arbeiten in Rommerskirchen mehr als zwei Millionen Euro in die Hand nehmen. Die Reparaturen werden in offener und geschlossener Bauweise erledigt. Der Start ist schon erfolgt. Von Stefan Schneider

Die vom Erftverband eingesetzten Baukolonnen werden in diesem Jahr viel Zeit in Rommerskirchen verbringen. Hintergrund ist der Wirtschaftsplan, den die 102 Vertreter der Erftverbandsmitglieder vor rund einem Monat bei ihrer Delegiertenversammlung in Bergheim beschlossen haben. Denn der sieht für 2016 nicht nur die Sanierung der Kanalnetze in Meckenheim und Zülpich, sondern auch in der Gemeinde vor. Der Start ist bereits erfolgt: An der Breslauer Straße im Ostteil von Gill sind die Arbeiten aufgenommen worden.

"Wir sanieren dort in offener und in geschlossener Bauweise", berichtet René Düppen, Leiter der Abteilung Planen und Bauen beim Erftverband, auf Anfrage unserer Redaktion. Heißt: Teilweise muss die Straße aufgerissen werden, teilweise kann unterirdisch gearbeitet werden. 1,7 Millionen Euro wird die komplette Maßnahme laut Düppen kosten. Mitte des Jahres will der Erftverband in Gill "durch" sein.

Für die Zeit danach haben sich die Fachleute die Kanalsanierung in den Ortsteilen Frixheim und Anstel vorgenommen. "Das komplette Gebiet - und wie in Gill in offener und geschlossener Bauweise", kündigt René Düppen an. Die Vorgehensweise, bei den Ausbesserungen Ortsteil für Ortsteil jeweils möglichst in Gänze abzuarbeiten, gehöre zur Philosophie des Erftverbandes. "Auf diese Weise müssen wir die Bürger nur einmal behelligen, und danach haben sie in der Regel für lange Zeit Ruhe", erklärt der Diplom-Ingenieur. "Wir gehen Straße für Straße vor und stehen in enger Abstimmung mit der Gemeinde." Am Anfang der Maßnahmen stünden Kamerabefahrungen der Röhren, mit deren Hilfe Schäden ausfindig gemacht werden könnten. Dies erleichtert die Planung. Zum Alltagsgeschäft des Erftverbandes gehört im Übrigen auch die Instandsetzung von Hausanschlüssen bis zur Grundstücksgrenze, wie Düppen ergänzt.

Im Gegensatz zu Gill will sich der Planer bei den Kosten der Kanalsanierung in Frixheim und Anstel vorerst nicht festlegen: "Wir sind da ja gerade erst in der Entwurfsplanung." Düppen rechnet aber damit, dass die Arbeiten dort weniger Geld kosten werden als jene in Gill. Möglicherweise reicht eine sechsstellige Summe noch aus. In Frixheim und Anstel soll es im Herbst losgehen; circa ein halbes Jahr Bauzeit wird für diese Bereiche veranschlagt. Wobei das Wetter stets ein Unsicherheitsfaktor ist.

Insgesamt hat der Wirtschaftsplan des Erftverbandes für das laufende Jahr ein Volumen von etwa 117 Millionen Euro, das somit gegenüber 2015 nahezu gleich geblieben ist (+0,79 Prozent). Die Mitgliedsbeiträge bleiben ebenfalls konstant. Das Ziel "Beitragsstabilität" werde erreicht, hatte Erftverband-Vorstand Norbert Engelhardt im Zusammenhang mit der Delegiertenversammlung im Dezember herausgestellt. Allerdings erntet der Verband immer wieder Kritik, weil Rommerskirchen kreisweit das Schlusslicht bei den Abwassergebühren bildet und dort sogar zu den teuersten Kommunen in Nordrhein-Westfalen gehört.

Quelle: NGZ
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