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Rommerskirchen
Inklusionsbeauftragte geht nach 27 Jahren

Rommerskirchen: Inklusionsbeauftragte geht nach 27 Jahren
Lena Wagner und Maria Theresia Kamp (v.l.): Bis Ende November wird die die bisherige Inklusionsbeauftragte ihre Nachfolgerin mit den Gegebenheiten der Gemeinde vertraut machen. FOTO: Gemeinde
Rommerskirchen. Lena Wagner folgt auf Maria Theresia Kamp. Die bisherige Amtsinhaberin tritt im Dezember den Ruhestand an. Von Sebastian Meurer

Staffelübergabe im Rathaus: Maria Theresia Kamp, zuletzt als Inklusionsbeauftragte in der Verwaltung tätig, tritt Ende des Monats nach 45 Jahren im Öffentlichen Dienst ihren Ruhestand an. Die verbleibenden Wochen wird sie nicht zuletzt damit verbringen, ihre seit vergangener Woche bei der Gemeinde tätige Nachfolgerin Lena Wagner einzuarbeiten.

Als gelernte Erzieherin hat Maria Theresia Kamp die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der Gemeinde maßgeblich mitgeprägt, bei der sie vor 27 Jahren anheuerte. Zuvor hatte sie in ihrer Heimatstadt Grevenbroich die Leitung der Städtischen Tagesstätte in Wevelinghoven inne.

Seit sie im Frühjahr 2015 ihr Amt als Inklusionsbeauftragte antrat, hat Maria Theresia Kamp "gemeinsam mit den Kollegen", wie sie betont, ein Konzept erarbeitet, in dem neben der grundsätzlichen Ausrichtung in Sachen Integration auch eine Reihe von "kurz- und mittelfristigen Maßnahmen" vereinbart wurde. "Meine Hoffnung ist, dass diese nicht erst in fünf Jahren, sondern innerhalb der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden."

Schon jetzt steht die Gemeinde in ihren Augen in Sachen Inklusion ganz und gar nicht schlecht da, was sie durchaus mit Stolz erfüllt. "Was den Bildungsbereich angeht, kann in allen Kindergärten eine inklusive Betreuung stattfinden", sagt Maria Theresia Kamp, die gut sechs Jahre lang die Rommerskirchener Tagesstätte "Sonnenhaus" leitete, ehe sie als Leiterin des Amts für Kinder, Jugend und Familie ins Rathaus wechselte.

Eine inklusive Beschulung gibt es an zwei der drei Grundschulen der Gemeinde, was für Maria Theresia Kamp keineswegs heißt, dass dies nicht an allen drei Schulen möglich wäre.

Mit einer gewissen Sorge sieht sie die Inklusionspolitik der neuen Landesregierung: "Es ist schon bedenklich, dass das Ministerium anders strukturiert wurde. Man muss abwarten, in welchem Umfang die bisherigen Aufgaben der Inklusion auf Landesebene fortgesetzt werden", sagt Maria Theresia Kamp, Ein anhaltend großes Problem der Gemeinde sieht sie darin, "dass es hier keinen Mietwohnungsbau gibt". Schon vor 20 Jahren habe eine alleinerziehende Mutter Rommerskirchen allein deshalb verlassen müssen, "weil es für sie keinen preiswerten Wohnraum gab", erinnert sich Maria Theresia Kamp nach wie vor an einen unerfreulichen Aspekt ihres Wirkens in der Gemeinde.

Ziemlich "passgenau" zum Abschied von Maria Theresia Kamp soll nach Auskunft von Bürgermeister Martin Mertens im Dezember in Frixheim die erste barrierefreie Ampel in der Gemeinde in Betrieb gehen. Mit akustischen Signalen und Bodenwellen ausgestattet, soll sie auch schwer Sehbehinderten das sichere Überqueren der B 477 erleichtern.

Lena Wagner blickt ihrer neuen Aufgabe mit großem Interesse entgegen: Die Krefelderin hat in Siegen Sozialwissenschaften studiert und war zuletzt als Mitarbeiterin des SPD-Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann tätig.

Quelle: NGZ
 
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