| 00.00 Uhr

Rommerskirchen
Jakob Styben greift nach dem Weltmeistertitel

Rommerskirchen: Jakob Styben greift nach dem Weltmeistertitel
Jakob Styben (24) trainiert sechs Mal wöchentlich zwei Mal am Tag - und das nicht nur dann, wenn die Weltmeisterschaft vor der Tür steht. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Der 24 Jahre alte Rommerskirchener Thaiboxer hat sich für die im Mai in Schweden stattfindende Weltmeisterschaft qualifiziert. Von Sebastian Meurer

Zum mittlerweile fünften Mal hat sich der 24-jährige Jakob Styben im März den Titel eines Deutschen Meisters im Thaiboxen gesichert. Der für Bujin Gym Rommerskirchen startende Kampfsportler hat sich damit für die Muay-Thai-Weltmeisterschaft qualifiziert, die in diesem Jahr vom 19. bis 20. Mai im schwedischen Jönköping ausgetragen wird.

Zur Weltspitze in der Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm zählt Styben spätestens, seit er vergangenen September den international renommierten Muay-Thai-Cup von Nordthailand gewann, nachdem er zuvor beim World-Cup in Bangkok die Silbermedaille geholt hatte. Jetzt will es der Vollprofi wissen und in Schweden nach der Weltmeisterkrone greifen, nachdem er bei der WM in Malaysia schon einmal eine Bronzemedaille gewonnen hatte. Extraschichten schiebt er im Training für die Weltmeisterschaft nicht: "Ich trainiere sechs Mal in der Woche zwei Mal am Tag. Ich bin immer in der Vorbereitung - mehr geht nicht", erzählt Jakob Styben, der neben dem Fußball - er ist Fan des Bundesligisten Borussia Dortmund - auch das Tanzen zu seinen Hobbys zählt.

Kampfsport hat ihn schon von Kindesbeinen an fasziniert. Zum Thaiboxen kam er vor zehn Jahren, als seine Mutter einen entsprechenden Flyer mit nach Hause brachte. Jakob Styben begann in seiner Heimatstadt Zweibrücken mit dem Thai- und Kickboxen (K1). In letzterer Disziplin hält er seit 2014 den Deutschen Meistertitel. "Beim Muay Thai dürfen, anders als beim K1, auch Knie und Ellbogen eingesetzt werden, damit kommen viele nicht so gut zurecht", beschreibt er einen gravierenden Unterschied zwischen den beiden Disziplinen.

Nach einer Lehre als Maurer ließ Jakob Styben vor vier Jahren die Meisterschule sausen und entschied sich für eine Profilaufbahn. Ende 2012 zog er deswegen nach Rommerskirchen, aus gutem Grund: Bujin Gym ist in Deutschland die allererste Adresse fürs Thaiboxen und firmiert bereits seit 1992 als Bundesleistungszentrum.

Bei einem Flug in ein thailändisches Trainingscamp hatte Styben Detlef Türnau kennengelernt, der in Personalunion Chef von Bujin Gym, Bundestrainer und Präsident des Muay Thai-Bunds Deutschland ist. Zu den Erfolgsaussichten Jakob Stybens bei der WM mag sich Türnau vorab nicht äußern und verweist auf "unseren Leitspruch: "Wir kämpfen erst und reden dann".

Türnau, der Bujin Gym vor 40 Jahren gründete, hatte viele Weltklassekämpfer unter seinen Fittichen. Neun Weltmeister und 13 Europameister sind aus den Reihen von Bujin Gym hervorgegangen. Vizemeisterschaften, aber auch Deutsche Meisterschaften "zählen wir schon gar nicht mehr", sagt Türnau, dem zufolge Bujin-Gym-Kämpfer etwa 40 nationale Meisterschaften nach Rommerskirchen geholt haben.

Jakob Styben, der auch schon mal ein halbes Jahr in einem Trainingslager im Norden Thailands verbracht hat, reist für die Weltmeisterschaft in Schweden einen Tag vor dem offiziellen Beginn an. Je nach Verlauf werden "es drei bis vier Kämpfe", die er dort zu bestreiten hat, wobei es jeweils drei bis fünf Minuten lang über drei Runden geht.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rommerskirchen: Jakob Styben greift nach dem Weltmeistertitel


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.