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Rommerskirchen
Jugendamt braucht neue Tagesmütter

Rommerskirchen: Jugendamt braucht neue Tagesmütter
U 3-Kinder gestern beim Mittagessen in der Kita Pusteblume an der Frixheimer Straße. Alle regulären U-3-Plätze in der Gemeinde sind inzwischen belegt. Jetzt werden weitere Tagesmütter gebraucht. FOTO: GEORG SALZBURG
Rommerskirchen. Der Bauantrag für den neuen Kindergarten am Gorchheimer Weg ist gestellt. Bis die Kita im Sommer 2016 eröffnet wird, muss wegen der großen Nachfrage vor allem bei der Betreuung von Unter-Dreijährigen improvisiert werden. Von Sebastian Meurer

Die Planungen für den neuen Kindergarten am Gorchheimer Weg können auf die Zielgerade gehen. Landes-und Kreisjugendamt hatten dem Konzept für eine zweigruppige Tagesstätte gleich neben der Gillbachschule bereits vor einigen Monaten mit einigen kleineren Änderungen zugestimmt. Der Kreisjugendhilfeausschuss sprach sich kürzlich dafür aus, das Projekt finanziell zu unterstützen. Kosten dürfte das Projekt gut 1,3 Millionen Euro, wobei der Eigenanteil der Gemeinde für den zweigruppigen Kindergarten bei etwa 600 000 Euro liegt. "Der Bauantrag ist gestellt", teilte gestern Rathaussprecher Elmar Gasten mit, der als Dezernent auch für die Kindergärten zuständig ist. Im Juni soll mit dem Bau begonnen werden, die Eröffnung des Kindergartens mit etwa 40 Plätzen ist für Sommer 2016 fest eingeplant.

Bis dahin müssen die Verantwortlichen bei der Gemeinde und dem Kreisjugendamt improvisieren. Dies gilt insbesondere bei der Betreuung von Kleinkindern. Hier gilt die Regel, dass Kinder, die nicht in einer Tagesstätte aufgenommen werden können, von einer Tagesmutter betreut werden, die das Kreisjugendamt aussucht. Doch auch hier sind die Kapazitätsgrenzen inzwischen erreicht. "In Rommerskirchen ist es notwendig, zusätzliche Kindertagespflegepersonen anzuwerben und zu qualifizieren", beschreibt Toni Berheide vom Kreisjugendamt die Lage. Alle regulären Plätze, die es in den Tagesstätten für unter drei Jahre alte Kinder (U 3) gibt, sind inzwischen belegt. "Es ist bisher noch immer gelungen, die Betreuung durch Tagesmütter sicher zu stellen", zeigt sich Elmar Gasten optimistisch. Ebenso zuversichtlich ist Dirk Rosellen (FDP), Vorsitzender des Kreisjugendhilfeausschusses: "Ich freue mich sehr, dass wir diese Herausforderungen in der Vergangenheit immer gut gemeistert haben", sagt der FDP-Fraktionsvize im Kreistag. "Auch in Zukunft werden wir an dem Ziel arbeiten, jedem ein Angebot vor Ort anbieten zu können", sagt Rosellen. So sehr Elmar Gasten die Zielvorstellung teilt, aktuell sei es "nicht möglich, dass jedes Kind seinen Wunsch-Kindergarten besuchen kann", so der Dezernent. Zurzeit besuchen 295 Kinder die kommunalen Tagesstätten, 57 von ihnen sind unter drei Jahren alt. Ab Sommer rechnet die Gemeinde angesichts der bisherigen Anmeldezahlen mit 308 Kindern. Die Karte des Aus- und Umbaus von Kindergärten ist bei der Gemeinde weitgehend ausgereizt. Zuletzt wurden im Sommer 2011 weitere U-3-Plätze in der erst vier Jahre zuvor fertiggestellten Tagesstätte "Pusteblume" in Frixheim geschaffen.

Auch die drei kirchlichen Kindergärten, die in Rommerskirchen, Oekoven und Sinsteden das Katholische Familienzentrum bilden, haben in Sachen Kleinkindbetreuung kräftig nachgerüstet. Im Herbst 2013 feierte die Tagesstätte St. Maternus die Eröffnung neuer U-3-Räume. Der von Angela Helfenstein geleitete Sinstedener Kindergarten hatte schon früh gemeindeweit eine Pionierrolle bei der Kleinkinderbetreuung: Bereits 2002 wurden hier Jungen und Mädchen unter drei Jahren aufgenommen.

Quelle: NGZ
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