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Rommerskirchen
Junge Landwirte sind offen für Innovationen

Rommerskirchen: Junge Landwirte sind offen für Innovationen
Neue Landwirte (v.l.): Daniel Clemens, Henrik Huetten, Johannes Kirschbaum, Joshua Kamper, Tobias Longerich und Jens Rademacher. FOTO: Georg Salzburg
Rommerskirchen. Chef der Kreisbauernschaft zieht magere Bilanz zum Erntejahr, lobt aber die neue Landwirtschaftsministerin. Von Bernd Rosenbaum

Von einem "schwierigen Jahr" wie schon 2016 sprach der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Wolfgang Wappenschmidt, in seiner Begrüßung am Donnerstagabend im Kulturzentrum Sinsteden. Zusammen mit den Rheinischen Landfrauen im Kreis hatte die Kreisbauernschaft zum Erntedank-Empfang in das Landwirtschaftsmuseum eingeladen.

"Ein regenarmer Winter und ein deutlich zu trockenes Frühjahr mit Spätfrösten haben den Ackerfrüchten einen schlechten Start beschert, den sie an den meisten Standorten im Verlauf der Vegetationsperiode nicht wettmachen konnten", führte Wappenschmidt aus. So seien die Erträge und Qualitäten beim Weizen, der flächenmäßig wichtigsten Kultur, deutlich unterdurchschnittlich gewesen. Auch bei Erdbeeren, Stein- und Kernobst fielen die Ernten geringer aus. Nicht ganz so schlimm wie befürchtet sei es bei den Kartoffeln gewesen, dort litten die Bauern aber unter einem Preisabfall. Lediglich bei den Zuckerrüben erwartet Wappenschmidt einen Spitzenertrag.

Erfreut zeigte sich der Bauernchef über die Äußerungen der neuen NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking. Sie habe jüngst auf die "große wirtschaftliche Bedeutung der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft" hingewiesen. Dieser Sektor in NRW erwirtschafte etwa ein Fünftel des gesamtdeutschen Umsatzes an Lebensmitteln und sei mit seinen rund 400.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in NRW.

Eine Perspektive in die Zukunft eröffnete die Verleihung der Urkunden an sechs frisch gebackene Landwirte, die im Sommer erfolgreich ihre Abschlüsse absolvierten. Die meisten von ihnen wollen den heimischen Hof übernehmen. So auch Johannes Kirschbaum, 24, aus Dormagen-Gohr. Nach seinem Abschluss als Landmaschinen-Mechaniker schloss er eine zweijährige Ausbildung zum Landwirt an. In der Auweiler Fachschule will er nun noch den Meister machen. "Von klein auf war immer schon klar, dass ich mal den Hof übernehme", sagt Kirschbaum und ergänzt: "Man muss innovativ und für neue Dinge offen sein, wir werden in unserem Betrieb einiges umstrukturieren müssen, weil es so nicht weitergeht." Das sieht Kirschbaum aber eher als Herausforderung. Sorgen um die Zukunft der Landwirtschaft macht sich der junge Mann nicht.

Quelle: NGZ
 
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