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Rommerskirchen
Junge Thai-Boxer räumen bei der WM ab

Rommerskirchen: Junge Thai-Boxer räumen bei der WM ab
Marie Asmuth (15) und Jan Otterbein (17) haben bei der Junioren-WM in Bangkok jeweils Bronze geholt. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Das deutsche Junioren-Team hatte sich auf die Weltmeisterschaft in Thailands Hauptstadt Bangkok bei Bundestrainer Detlef Türnau im Bundesleistungszentrum in Rommerskirchen vorbereitet. Acht Medaillen waren das Ergebnis. Von Sebastian Meurer

Eine solche Bilanz kann sich nun wirklich sehen lassen: Mit sieben jungen Thai-Boxern reiste das deutsche Nationalteam zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Bangkok - und nach Hause kamen die zehn bis 17 Jahre alten Nachwuchssportler mit je zwei Gold- und Silbermedaillen und noch einmal vier Bronzemedaillen.

Derart erfolgreich hat in der Geschichte des Thai-Boxens in Deutschland wohl noch kein Team bei einer Weltmeisterschaft abgeschnitten. Vorbereitet haben sich die Thai-Box-Junioren unter den Fittichen von Bundestrainer und Verbandschef Detlef Türnau sowie der beiden Nationaltrainer Guido Schumacher und Robbie Richter im Bujin Gym an der Venloer Straße. Dort befindet sich das Bundesleistungszentrum für die fernöstliche Kampfsportart. Gleich zwei Mal Gold geholt hat der erst zehnjährige Kevin Papst aus Dresden.

"Ich habe mir mehr erhofft", macht der 17-jährige Bronzemedaillen-Gewinner Jan Otterbein unumwunden deutlich, dass er keineswegs in der Gefahr schwebt, sich selbstzufrieden zurückzulehnen. Begonnen hat er mit dem herkömmlichen Boxen, ist dann aber aufs Thai-Boxen umgestiegen, "weil ich auch mit den Beinen arbeiten wollte". Jan Otterbein trainiert beim Sportclub "Fit & Fight" in Wuppertal und hat sich sechs Wochen lang mit fünf Mal Training in der Woche auf die WM vorbereitet. Jan Otterbein wird demnächst 18 und hofft auf eine weitere Chance, "wenn der Bundestrainer mich mitnimmt" - dann bei den Senioren. Bei denen steht bereits im Oktober die Europameisterschaft im kroatischen Split auf dem Programm. Noch etwas mehr Zeit bis zum Seniorenalter hat Marie Asmuth, die die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich besucht. Durch ihre Brüder ist sie zum Kampfsport gekommen, vor zwei Jahren fing sie mit Kickboxen an, und seit einem Jahr widmet sich die 15-Jährige dem noch eine Gangart härteren Thai-Boxen. Auch sie hat Bronze geholt und ordnet den Erfolg durchaus cool ein: "Es war erst mein siebter Kampf. Ich bin eher um Erfahrungen zu sammeln nach Thailand geflogen und nicht, um gezielt Weltmeisterin zu werden", sagt die Deutsche Meisterin, die 2017 diesen Titel ebenso verteidigen möchte wie die NRW-Meisterschaft.

Die Kriterien, um für das deutsche Nationalteam bei einer Weltmeisterschaft antreten zu können, sind streng: "Nur wer bei der Deutschen Meisterschaft Titel geholt hat", kam nach den Worten von Detlef Türnau in die engere Auswahl, die dann im Rommerskirchener Bujin Gym den letzten Schliff für das Turnier erhalten hat. Um die erst seit wenigen Jahren straff organisierte Jugendarbeit ist es Detlef Türnau angesichts der vorhandenen Talente nicht bange. Gleiches gilt auch für Bujin Gym, das er vor Jahrzehnten gegründet hat. Etwa 30 bis 35 Jugendliche sind dort derzeit aktiv, etliche besuchen in regelmäßigen Abständen Lehrgänge auf Landes- und Bundesebene.

Quelle: NGZ
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