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Rommerskirchen
"Kleine Strolche" behalten Bewegungsraum

Rommerskirchen: "Kleine Strolche" behalten Bewegungsraum
Die "Kleinen Strolche" in der gleichnamigen Hoeninger Tagesstätte müssen auch in Zukunft nicht auf ihren Bewegungsraum verzichten. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Die Kita in Hoeningen wird in den Sommerferien für rund 70.000 Euro um gut ein Drittel erweitert. Von Sebastian Meurer

Gute Nachrichten für die Kindertagesstätte "Kleine Strolche": Der Umbau kann vonstatten gehen, ohne dass ihm dabei der im ersten Obergeschoss untergebrachte Bewegungsraum zum Opfer fällt. Von einer "Rettung" des Bewegungsraums mag Elmar Gasten als der auch für die Kindergärten zuständige Dezernent im Rathaus aber lieber nicht sprechen: "Es war so, dass in einer ersten Überlegung der Bewegungsraum zum Gruppenraum umgewandelt werden sollte, da das zunächst die einfachste Lösung war." Bei einer "Vertiefung der Pläne ist dann eine neue Lösung erarbeitet worden, die zum Erhalt des Bewegungsraumes führte", berichtet Gasten. Die revidierte Planung haben inzwischen sowohl das Landesjugendamt als auch die Brandschützer des Rhein-Kreises Neuss gebilligt.

Dennoch bleibt es dabei: Der für die Sommerferien geplante Ausbau wird einer der größten der vergangenen Jahre. Fast um ein Drittel, von 42 auf 60 Plätze, wird die Kapazität der "Kleinen Strolche" erhöht. Die Gemeinde trägt damit der Tatsache Rechnung, dass der Fehlbedarf an "regulären" Kindergartenplätzen immer größer wird, da die Kinderzahl entgegen lange gängigen demografischen Prognosen im Steigen begriffen ist und nicht sinkt: In der Gemeinde hatte das Kreisjugendamt einen Fehlbedarf von immerhin 14 Plätzen für drei bis sechs Jahre alte Kinder konstatiert. Im Wohnbezirk Hoeningen/Oekoven/Evinghoven stellte sich die Situation sogar besonders dramatisch dar, fehlten hier doch gleich 23 Plätze. Bei gleichzeitigem Erhalt des Bewegungsraums soll im ersten Obergeschoss der Einrichtung eine neue Kindergartengruppe entstehen. Künftig wird es bei den "Kleinen Strolchen" zwei Regelgruppen (drei bis sechs Jahre) mit insgesamt 50 Kindern geben. Hinzu kommt dann eine zehnköpfige "Nestgruppe" für die unter dreijährigen Kleinkinder. Hier soll es zwei weitere Plätze geben. Etwas erhöht haben sich die Kosten: War Ende 2015 noch von rund 60.000 Euro die Rede, werden der Umbau und die Einrichtung der Räume wohl rund 70.000 Euro kosten, wie die zuständige Amtsleiterin Monika Lange kürzlich den Bildungsausschuss informierte. Nach Lage der Dinge dürfte die Gemeinde dabei mit knapp der Hälfte der Kosten im Boot sein. Seinen Betrieb soll der Kindergarten am 22. August wieder aufnehmen.

Was die gleichfalls diskutierten Möglichkeiten einer Veränderung des Außenbereichs angeht, hat es die erste bereits jetzt gegeben: Ein Klettergerät inklusive Rutsche hätte angesichts der Kosten von gut 13.000 Euro sowohl die Möglichkeiten der Gemeinde als Träger, als auch die des Fördervereins der "Kleinen Strolche" übertroffen. Dass die neuen Gerätschaften in Betrieb gehen konnten, machte das Zusammenwirken von Gemeinde, Förderverein und Sparkasse Neuss möglich. Bürgermeister Martin Mertens übergab das Spielgerät in Anwesenheit von Vertreterinnen des Fördervereins gemeinsam mit Hans-Jürgen Peters, dem Regionalvertriebsdirektor der Sparkasse. "Wir unterstützen die hervorragende Arbeit der Erzieherinnen nach allen Kräften", betonte Mertens.

Quelle: NGZ
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