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Rommerskirchen
"König gehört zu Schützenfest wie Pastor zur Kirche"

Rommerskirchen. Mit der Vorstellung, dass die St. Sebastianus-Bruderschaft Anfang September 2017 ohne ein Königspaar Schützenfest feiern muss, mag sich Präsident Peter Mahr nicht abfinden. "Ein König gehört zum Schützenfest wie ein Pastor in eine Kirche", sagt Mahr, der nichts unversucht lassen will, doch noch einen Thronfolger für den amtierenden Regenten Alfred Moll zu finden.

"Wir wollen einen König haben, nicht nur 2017, sondern auch in den nächsten Jahren", zeigt sich der zweimalige Schützenkönig wild entschlossen, die Flinte nicht ins Korn zu werfen. Eine Sondersitzung des Vorstands hat es bereits gegeben, am 10. Oktober soll eine weitere folgen. Zwei Tage später werden dann die Mitglieder das Wort haben: Am 12. Oktober steht in der Schützenhalle in der Lindenstraße eine außerordentliche Generalversammlung auf dem Programm. In der soll auf breiter Basis nach einer Lösung gesucht werden - wobei Peter Mahr hofft, dass ausgiebig diskutiert wird. Dies gilt nicht zuletzt mit Blick auf die Gründe, warum sich heutzutage Königsaspiranten deutlich schwerer als früher finden lassen. Mahrs pointierte These: "Es wäre verkehrt, das Fest so zu gestalten, dass man das Fehlen des Königs gar nicht merkt." Die ihre Gründung auf das Jahr 1300 zurückführende Bruderschaft hat immerhin eine weiße Weste zu verlieren: Bislang konnte sie die Thronfolge nämlich stets lückenlos gewährleisten.

(S.M.)
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