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Rommerskirchen
Königspaar Klausing feiert mit viel Elan

Rommerskirchen: Königspaar Klausing feiert mit viel Elan
Das Königspaar Daniel und Ines Klausing (M.) und Bezirkskönigin Karoline Kahm (zweite von links) freuten sich über das Bundestambourkorps "Amicitia", dessen Vorsitzender der König und dessen Geschäftsführerin die Königin ist. FOTO: Tinter
Rommerskirchen. Regimentschef Günter Neukirchen befehligte den eindrucksvollen Festzug durch Nettesheim und Butzheim gestern Nachmittag erstmals als Generaloberst. Morgen soll beim Vogelschuss ein neuer König ermittelt werden. Von Sebastian Meurer

Unter geradezu idealen Bedingungen kann das Königspaar Daniel und Ines Klausing "sein" Schützenfest genießen. Absolutes Highlight dürfte gestern Nachmittag der große Festzug gewesen, sein, bei dem mehrere 100 Marschierer die königliche Kutsche eskortierten. Krönender Abschluss des Umzugs durch das Doppeldorf war die zackige Parade, die das Regiment zu Ehren der "Royals" stets am Ehrenmal an der "Grenze" beider Dörfer abhält.

Sowohl der Umzug als auch die Parade lockten bei strahlendem Sonnenschein das Publikum in hellen Scharen an. Regimentschef Günter Neukirchen befehligte die Truppe erstmals im Rang eines Generalobersts. Die Beförderung hatte Brudermeister Andreas Heinrichs gestern Mittag im Rahmen des Frühschoppens vorgenommen.

"Wenn auch nicht gerade ein Kindheitstraum, dann aber zumindest ein Jugendtraum" Neukirchens sei es gewesen, "einmal unserem Regiment als Oberst von Nettesheim-Butzheim voranzureiten", sagte Heinrichs. Günter Neukirchens Vorgänger Martin Becker und Hans-Heinrich Bongartz hätten sicher "große Fußstapfen hinterlassen", so der Brudermeister. "Ich kann Dir aber versichern, dass Du diese Fußstapfen ausfüllst", attestierte Heinrichs dem seit 2008 amtierenden Regimentschef. "Günter Neukirchen habe ich einerseits an seinen Vorgängern orientiert, habe aber nicht vergessen, eigene Vorstellungen umzusetzen und eigene Wege zu gehen", betonte Andreas Heinrichs.

Die St.-Sebastianus-Bruderschaft startete mit gewohntem Elan in ihr Schützenfest. Beim Fassanstich durch König Daniel I. begrüßte Geschäftsführer Markus Holz die Schausteller und nicht zuletzt die wieder zahlreich erschienenen Kinder, die sich über eine Freifahrt im Autoscooter freuen konnten. Die Artillerie um ihren Chef Hans Nolden hatte da mit kräftigem Geböller in beiden Orten ihr Werk schon verrichtet. Beim abendlichen Ball im Zelt trumpfte die Band "Sound Convoy" in ganz großem Stil auf, was insbesondere beim jungen Publikum die ausgelassene Partylaune bis in die späte Nacht hinein anhalten ließ.

Seine Ansprache anlässlich der Totenehrung hatte Andreas Heinrichs auch in diesem Jahr dem Thema Flüchtlinge gewidmet. Sich deren Schicksal zu stellen, bedeute, "der simplen Wahrheit Rechnung zu tragen, dass wir auf unserem Planeten nicht allein sind", betonte Andreas Heinrichs.

"Unsere Gesellschaft hat einen doppelten Grund, den Themen Flucht, Flüchtlingen und Migration positiv zu begegnen", sagte er mit Blick auf die deutsche Geschichte von Antisemitismus und Rassismus einerseits "und die Unbarmherzigkeit unserer reichen, weißen Gesellschaften mit dem Rest der Welt andererfseits. Barmherzigkeit hat auch heute noch ihre Berechtigung", sagte der Brudermeister unter Hinweis auf ein bekanntes Jesus-Wort aus dem Matthäus-Evangelium. Heute ehrt die St.-Sebastianus-Bruderschaft zahlreiche Jubilare und verdiente Schützen.

Quelle: NGZ
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