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Rommerskirchen
Kreisjugendamt sucht dringend Tagesmütter

Rommerskirchen: Kreisjugendamt sucht dringend Tagesmütter
Agnieszka Kubsda liebt die Arbeit mit Kindern und ist seit mittlerweile sieben Jahren als Tagesmutter für das Kreisjugendamt tätig. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. In der Gemeinde betreuen neun Tagesmütter 34 Kinder. Eine davon ist Agnieszka Kubsda, die sich seit sieben Jahren um Kinder kümmert. Von Sebastian Meurer

Für Agnieszka Kubsda ist es mehr als nur ein Job: "Ich mag Kinder, und es macht mir Spaß, sie zu betreuen", sagt sie. Seit mittlerweile sieben Jahren ist sie als Tagesmutter für das Kreisjugendamt tätig, und bereut hat sie dies noch keine Sekunde. Nach der Geburt ihrer beiden Söhne (heute 14 und zehn Jahre alt) wollte sie wieder arbeiten, und das am liebsten von zu Hause aus. Bei einer in der Nachbarschaft wohnenden Tagesmutter hatte sie sich Anfang des Jahrzehnts kundig gemacht und ihr über die Schulter geschaut: "Dabei bin ich auf den Geschmack gekommen", erzählt sie. Seit 2011 betreut sie fünf Kinder täglich: "Ich mag den Trubel", sagt sie lachend.

Agnieszka Kubsda ist eine von neun Frauen, die sich in der Gemeinde als Tagesmutter um derzeit 34 Jungen und Mädchen unter drei Jahren kümmern. Ginge es nach dem Kreisjugendamt, dann könnten es ruhig noch einige mehr sein, wie Ulrike Ohmes deutlich macht, die beim Jugendamt für die Tagesbetreuung zuständig ist.

Was bei einem Blick auf den Status quo und die mittelfristige Entwicklung leicht verständlich ist: Die neun Kindergärten in der Gemeinde sind bestens ausgelastet. Die 2016 fertiggestellte Tagesstätte "Gillbach-Wichtel" wird 2018 zum zweiten Mal erweitert. Die Gemeinde setzt ihrerseits auf weiteres Einwohnerwachstum, und so gilt es für Kommune wie Jugendamt, frühzeitig alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Rechtsanspruch eines Betreuungsplatzes für Kleinkinder auch tatsächlich realisiert werden kann.

Dabei ist das Jugendamt durchaus wählerisch: Bewerberinnen (Bewerber sind theoretisch möglich, aber praktisch überaus selten) werden eingehend auf ihre persönliche und fachliche Eignung überprüft. Das Jugendamt achtet bei Hausbesuchen etwa darauf, ob genug Räume zur Verfügung stehen und diese auch sicher sind. Starten können Tagesmütter bereits nach einem sechswöchigen Grundkurs mit einem oder zwei Kindern, erzählt Ulrike Ohmes. Insgesamt dauert die Ausbildung gut anderthalb Jahre, wobei insgesamt 160 Stunden Unterricht zu absolvieren sind.

Agnieszka Kubsda betreut zurzeit drei Jungen und zwei Mädchen im Alter von einem bis zwei Jahren. Die meisten Kinder bleiben gut zwei Jahre bei ihr, bis sie in den Kindergarten kommen. "Das Betreuungsalter hat sich deutlich nach unten verlagert", sagt Ulrike Ohmes. Aktuell sind Kinder etwa zehn Monate alt, wenn sie zu einer Tagesmutter kommen.

"Die Eingewöhnungszeit für die Kinder ist individuell verschieden, sie liegt zwischen einer und drei Wochen", erläutert Agnieszka Kubsda, die mit "ihren" Kindern und dem Kinderwagen für insgesamt sechs "Pänz" soviel wie möglich draußen unterwegs ist - wenn es den das Wetter in Rommerskirchen zulässt.

Quelle: NGZ
 
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