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Rommerskirchen
Kunz bleibt im Rat - auch in der CDU?

Rommerskirchen: Kunz bleibt im Rat - auch in der CDU?
Stephan Kunz will sich auch nach seiner Abwahl als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat einbringen. FOTO: jaz
Rommerskirchen. Nach der Abwahl des bisherigen Stellvertreters von Parteichef Michael Willmann im Rat: Wie weiter in der CDU ? Von Sebastian Meurer

Auf der politischen Bühne der Gemeinde wird die Abwahl des bisherigen CDU-Fraktionsvizes Stephan Kunz heftig diskutiert. Die NGZ beleuchtet mögliche Konsequenzen dieses Vorgangs. Welche Folgen hat das Aus von Kunz für den Rat? Möglich ist, dass er gegen seine Fraktion stimmt. Bei Steuererhöhungen und der Haushaltsverabschiedung hatte er dies angekündigt. Für die Mehrheitsverhältnisse ist dies belanglos: Die CDU verfügt über zwölf Sitze, die SPD und die mit ihr kooperierenden Fraktionen von Grünen und UWG über je zwei. Hinzu kommt ein Sitz für die FDP- die zur Mehrheit von Bürgermeister Martin Mertens (SPD) zählt. Wie ändert sich die interne Zusammenarbeit?

Mit 8:3 Stimmen hat sich die Mehrheit um Partei- und Fraktionschef Michael Willmann durchgesetzt. Ob und wie der "harte Kern" der Willmann-Anhänger Kunz (und den schon 2014 "abgestraften" Kreistagsabgeordneten Gerhard Heyner) einbinden kann, bleibt offen. Wird Kunz die CDU verlassen? Der bisherige Fraktionsvize nährt durchaus Spekulationen: "Wie in der Vergangenheit möchte ich auch in der Zukunft meine Ideen einbringen. Wie sich das am Besten realisieren lässt, darüber werde ich mir in den nächsten Wochen Gedanken machen." Welche Auswirkungen gibt es für den CDU-Landrats-Wahlkampf? Wohl keine. Seit vergangenem Wochenende sind in der Gemeinde auch Plakate von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) zu sehen. Die seines Herausforderers Hans Christian Markert wurden - federführend von der SPD- schon eine Woche zuvor aufgehängt. Petrauschke wird laut Willmann vor der Wahl am 13. September an CDU-Ständen und bei einer größeren Veranstaltung - voraussichtlich in Widdeshoven - präsent sein. Wird davon die nächste (Wahl-)Entscheidung beeinflusst? In Partei und Fraktion gibt es zu Willmann derzeit keine personelle Alternative. Tritt er 2016 erneut zur Wahl als CDU-Chef an - womit zu rechnen ist - wäre er der am längsten amtierende Parteichef der Union seit der Jahrtausendwende. Er selbst sieht sich als Kandidat für die Landtagswahl 2017: Seine Chancen hängen aber eher von den Parteifreunden aus Dormagen und Grevenbroich ab. Was sagen die politischen Gegner? Die SPD bedauert die Abwahl laut Fraktionschef Ralf Steinbach "sehr". Steinbach zufolge "war Herr Kunz als Stellvertreter derjenige, der die Kommunikation zu uns und den anderen Fraktionen gesucht und aufrecht erhalten hat. Und er war stets zu konstruktiver Zusammenarbeit bereit." Ähnlich sieht es SPD-Fraktionsvize Johannes Strauch: "Kunz war noch der einzige aus der CDU, der sich einigermaßen in die Arbeit eingebracht hat. Künftig ist da nicht viel zu erwarten. Bei interfraktionellen Gesprächen war Michael Willmann kaum da und zeigte wenig Interesse. Die CDU-Fraktion wirkt ziemlich konzeptionslos und wenig strukturiert", so Strauch.

Quelle: NGZ
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