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Rommerskirchen
Lang ersehnte Ampel steht schon in der Kritik

Rommerskirchen: Lang ersehnte Ampel steht schon in der Kritik
Die Ampel mitten auf dem Radweg wird wohl noch eine ganze Weile bei manchen Zeitgenossen Verwunderung auslösen. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Der Landesbetrieb Straßenbau beharrt darauf: Die Positionierung der Ampel an der Kreuzung von B59 und K26 ist korrekt. Von Sebastian Meurer

Etliche Jahre lang wurde sie geradezu herbei gesehnt. Erst kürzlich hat der Landesbetrieb Straßenbau dann tatsächlich nach mehrmonatiger Bauzeit eine Ampel an der Kreuzung von Bundesstraße 59 (Grevenbroicher Straße) und Kreisstraße 26 (Neurather Straße) installiert. Insbesondere das Linksabbiegen von der aus Richtung Oekoven an die B 59 führenden Neurather Straße wurde von Ortskundigen auch im Rat als stetige Gefahrenquelle angesehen.

Wie bei der Bezirkskonferenz der Gemeinde deutlich wurde, missfällt das Ergebnis allerdings manch einem Bürger. "Die Ampel steht mitten auf dem Radweg. Kein Fahrrad kommt an der Ampel vorbei", lautete die Kritik eines Teilnehmers der Konferenz.

Als löbliches Gegenbeispiel nannte er eine im nur wenige Kilometer entfernten Allrath aufgestellte Ampel, bei der dies nicht der Fall sei. Bürgermeister Martin Mertens und Rathaussprecher Elmar Gasten verwiesen darauf, dass Bauherr der Landesbetrieb Straßenbau sei, und nach dessen Auskunft entspreche die Aufstellung der Ampel dem Stand der Technik. Peter Mahr, Präsident der St. Sebastianus-Bruderschaft und im Umgang mit Behörden nicht ganz unerfahren, setzt auf etwas Zeit und die nötige Geduld. "Die Ampel wird sowieso abgerissen, und dann kommt ein Kreisverkehr", zeigte er sich bei der im Ratssaal tagenden Konferenz überzeugt.

Für allzu großen Optimismus in dieser Hinsicht besteht allerdings wenig Anlass, wie der Landesbetrieb Straßenbau deutlich macht. "Mittig in der Furt" stehe die Ampel korrekt, alle Maße seien eingehalten und alle Vorgaben erfüllt worden, sagt Bernd Löchter, Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau. Damit nicht genug: Die konkrete Positionierung der Ampel entspreche zudem den geltenden Vorschriften in Sachen Barrierefreiheit, betont Löchter.

"Die Verantwortung für die korrekte Ausführung liegt beim Landesbetrieb Straßen NRW. Ich gehe davon aus, dass die Regeln der Technik eingehalten werden. Allerdings spricht der gesunde Menschenverstand eine andere Sprache", kommentiert Martin Mertens bissig den für die Kritiker des Status quo nicht eben erfreulichen Standpunkt des Landesbetriebs. Mertens hatte sich vehement für den Bau einer Ampel an der Kreuzung engagiert, der über Jahre hinweg nicht möglich schien, weil die zuständigen Behörden die hierfür nötige Unfallhäufigkeit durchweg verneinten. "Beinahe-Unfälle", wie sie im Rat und seinen Ausschüssen von UWG-Fraktionschefin Ulrike Sprenger oder den SPD-Politikern Hildegard Haas und Hans-Jürgen Haas ins Feld geführt wurden, reichten nicht, um die Situation zu ändern. Den Durchbruch brachte erst die Unfallkommission vergangenen März, die den Bereich als Unfallhäufungsstelle einstufte, als ein Unfall mit mehreren Verletzten passierte.

Quelle: NGZ
 
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