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Rommerskirchen
Mann nach Brand im Asylhaus verhaftet

Feuer in Flüchtlingsheim Rommerskirchen-Oekhoven
Feuer in Flüchtlingsheim Rommerskirchen-Oekhoven FOTO: Staniek
Rommerskirchen. Ein nicht in Rommerskirchen untergebrachter Zuwanderer (29) wird verdächtigt, einen Brand in der Unterkunft an der Römerstraße gelegt zu haben, um einen Diebstahl zu vertuschen. Die Feuerwehr löschte den Zimmerbrand schnell. Von Carina Wernig

Bei einem Zimmerbrand im Obergeschoss eines Hauses an der Römerstraße, in dem die Gemeinde Rommerskirchen Flüchtlinge untergebracht hat, erlitt am Samstagmorgen ein 29 Jahre alter Zuwanderer, der dort nicht wohnt, eine leichte Rauchgasvergiftung. Gestern gab die Polizei bekannt, dass gegen diesen 29-Jährigen ein Untersuchungshaftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung erlassen wurde. Der Mann wird verdächtigt, das Feuer selbst gelegt zu haben: "Nach ersten Erkenntnissen war es vor dem Ausbruch des Feuers in der Unterkunft zu einem Diebstahl gekommen. Es besteht der Verdacht, dass der Brand gelegt wurde, um mögliche Spuren zu vernichten", wie die Polizei mitteilt. Die Beamten gehen davon aus, dass die Brandlegung vorsätzlich erfolgte. Der 29-Jährige bestreite die Tat.

Gegen 10.40 Uhr war es in der ersten Etage des Hauses an der Römerstraße zum Ausbruch des Feuers gekommen. Dort hat die Gemeinde mehrere Zimmer für zurzeit elf Flüchtlinge angemietet. Die Rommerskirchener Feuerwehr war rechtzeitig am Einsatzort, um den Brand im ersten Stock des Hauses so schnell zu löschen, dass er nicht auf andere Räume übergreifen konnte. "Wir sind froh, dass sonst niemand zu Schaden gekommen ist", erklärt Bürgermeister Martin Mertens erleichtert.

Laut Polizei entstand zwar kein Gebäudeschaden an der Unterkunft, aber das Zimmer, in dem das Feuer wütete, ist stark in Mitleidenschaft gezogen, wie der Bürgermeister bestätigt: "Das Zimmer ist so beschädigt, dass es momentan nicht genutzt werden kann, die Einrichtung ist zerstört", bedauert Mertens.

Allerdings können die anderen Asylbewerber, die die Gemeinde nach dem Brand in einem Gasthof untergebracht hat, voraussichtlich heute wieder in die anderen Räume in dem angemieteten Bauernhaus in Oekoven zurückziehen: "Das geschieht in enger Abstimmung mit unserem Sozialamt", so Mertens. Dessen Mitarbeiter waren schon am Samstag nach Bekanntwerden des Brandes nach Oekoven gekommen, um die Polizei zu unterstützen: "Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen", erklärt Mertens. Es sei wichtig, dass die Vorgänge rund um den Brand bald aufgeklärt würden: "Eine schnelle Lösung wäre optimal." Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Und auch die Gemeinde wolle wissen, was der dort nicht wohnende Mann in der Unterkunft gemacht habe und wie er dort hingekommen sei, so Mertens: "Wir kennen alle unsere Flüchtlinge, unsere Sozialarbeiter suchen die dezentral untergebrachten Asylbewerber oft auf. Da kann sich auf lange Sicht niemand einschleusen." Bisher habe es im Flüchtlings-Haus an der Römerstraße keine Probleme gegeben, erklärte Mertens.

Der 29-Jährige Tatverdächtige geriet laut Polizei bereits am Samstag in den Verdacht, den Brand gelegt zu haben. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gestern dem Haftrichter vorgeführt, der dann den Untersuchungshaftbefehl wegen versuchter schwerer Brandstiftung ausstellte.

Quelle: NGZ
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