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Rommerskirchen
Matthias Schlömer ist jetzt Ratsmitglied

Rommerskirchen: Matthias Schlömer ist jetzt Ratsmitglied
Matthias Schlömer (CDU) wurde jetzt zum ersten Mal Mitglied des Rommerskirchener Gemeinderats. FOTO: lber
Rommerskirchen. Einer der bekanntesten Rommerskirchener zog am Donnerstag in den Gemeinderat ein. Der vom inzwischen fraktionslosen Ex-CDU-Parteichef Martin Drees erwartete Beitritt zur FDP lässt weiter auf sich warten. Von Sebastian Meurer

Auch in der letzten Sitzung des Rats in diesem Jahr drehte sich das Personalkarussell: Einmal mehr bei der CDU, doch anders als im November beim umgehend aus der Union ausgetretenen Nachrückers Martin Drees ist beim jüngsten Personalwechsel nicht mit einem weiteren "Blutverlust" der durch drei Abgänge zur FDP geplagten und inzwischen auf nur noch neun Mandate geschrumpften CDU zu rechnen. Die hat unterdessen auch "kampflos" den ihr eigentlich zustehenden Sitz im Bildungsausschuss aufgegeben: Nachfolger von CDU-Chef Michael Willmann wird dessen Vorgänger Udo Flegel (SPD).

Mit Matthias Schlömer zog einer der bekanntesten Rommerskirchener Bürger erstmals in den Gemeinderat ein. Im Kirchenvorstand der Nettesheimer Gemeinde St. Martinus engagiert er sich ebenso seit mehr als 25 Jahren wie als Präsident der Frixheimer St. Sebastianus-Bruderschaft. In der Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß ist deren Sitzungspräsident inzwischen sogar über 45 Jahre aktiv. Schlömer, der kommenden Dienstag 65 Jahre alt wird, gehört auch der CDU über ein Vierteljahrhundert lang an.

Schlömer folgt auf Theo Paschen, der im September sein Mandat niedergelegt hatte. Bereits im Wahlkampf 2014 hatte das einstige Führungsduo der Frixheimer Bruderschaft mit einem gemeinsamen Plakat auf den nun vollzogenen Wechsel hingewiesen. "Im Ruhestand habe ich jetzt auch mehr Zeit dafür", begründet Matthias Schlömer seinen eher späten "Karrierestart".

Vor der Verpflichtung Schlömers hatte Bürgermeister Martin Mertens zunächst Theo Paschen und den früheren Vizebürgermeister Peter-Josef Möhlen aus dem Rat verabschiedet, die beide seit 2004 der Fraktion angehört hatten. Der inzwischen im Rathaus tätige Peter-Josef Möhlen bedankte sich fraktionsübergreifend für die gute Zusammenarbeit und warb- auch mit Beispielen aus seiner Biografie - dafür, "Allianzen zu bilden", um etwas für die Gemeinde zu erreichen.

Ähnlich dürfte wohl auch Matthias Schlömer agieren, der in seinen bisherigen Funktionen zwar als überaus durchsetzungsfähig, aber auch als kompromissbereit bekannt ist.

Theo Paschen war während seiner 13 Jahre im Rat nicht zuletzt als unermüdlicher Kritiker des Erftverbands in Erscheinung getreten, dem er stets vorgeworfen hatte, dass dessen Gebühren zu hoch seien. Ob er sich zumindest ein wenig darüber gefreut hat, dass die Gebühren jetzt schon mehrere Jahre konstant sind, wie Martin Mertens meinte, ließ sich nicht mehr feststellen: Paschen hatte zu diesem Zeitpunkt die Sitzung bereits verlassen.

Bleibt die FDP, aus deren Reihen in den vergangenen Wochen manches Signal gekommen war, dass Martin Drees wohl rechtzeitig zur Sitzung den Liberalen beitreten werde. Wovon jetzt keine Rede sein konnte. Die FDP-Stellung hielt allein Ex-Christdemokrat Gerhard Heyner. Die für die FDP 2014 in den Rat gewählte Marion Teegelbekkers fehlte diesmal ebenso wie FDP-Chef Stephan Kunz, der 2015 mit seinem Abgang die Austrittswelle aus der CDU ausgelöst hatte.

Quelle: NGZ
 
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