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Rommerskirchen
Neue Kreisstraße oft überschwemmt

Rommerskirchen. Bei starken Regenfällen bildet sich auf der gerade erst grundsanierten K 27 eine große Wasserfläche. Der Kreis sagt Abhilfe zu. Von Bernd Rosenbaum

Jahrelang hat sich der SPD-Ratsherr Johannes Strauch für eine Erneuerung der Kreisstraße 27 zwischen den beiden Ortsteilen Ramrath und Hoeningen eingesetzt. Nach fast zweimonatiger Bauzeit und Vollsperrung ist die Verkehrsverbindung wieder frei. Doch bei starken Regenfällen bilden sich auf der frisch sanierten Fahrbahn seeartige Wasserlachen. Der Rhein-Kreis will für Abhilfe sorgen.

Grundsätzlich ist Strauch, der einen langen Atem hatte haben müssen, glücklich darüber, dass die K 27 in neuem Glanz erstrahlt: "Die Straße ist schön geworden", sagt er. Die bisherige Situation war schon lange nicht mehr tragbar. Seit 2012 setzt sich der Ratsvertreter dafür ein, dass an der "schlechtesten Straße im ganzen Rhein-Kreis Neuss", wie er sie bezeichnete, etwas passiert. Die Fahrbahn wies schon lange Bodenwellen und Risse auf, zu einer Seite hin neigte sich die Straße gar, Strauch befürchtete weitere Absackungen. Früher hätten dort einmal Bäume gestanden, die das Erdreich stabilisiert hätten. Doch die Bäume wurden schon vor vielen Jahren gefällt. Lange verneinte der Rhein-Kreis Neuss die Schräglage, war vielmehr der Ansicht, dass lediglich die Fahrbahndecke zu flicken sei.

Doch dann kam die überraschende Wende: Nachdem der Rhein-Kreis Neuss als zuständiger Baulastträger bereits 2015 erstmals zugesagt hatte, die Straße - zunächst nur oberflächlich - reparieren zu wollen, teilte das zuständige Tiefbauamt im April dieses Jahres mit, man wolle die Straße nun doch von Grund auf sanieren. Dabei wurden Kosten in Höhe von etwa 500.000 Euro sowohl für die Straße als auch für den daneben verlaufenden Fahrradweg veranschlagt.

Vor etwa zwei Wochen gab der Kreis den runderneuerten Straßenabschnitt zwischen Ramrath und Hoeningen wieder für den Verkehr frei. Inzwischen sind auch die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht.

Umso überraschter ist Johannes Strauch nun, dass an der schicken neuen K 27 nun offenbar etwas mit dem Wasserablauf nicht stimmt. Schon zweimal hat der Ratsherr, der die Strecke regelmäßig befährt, nach starken Regenfällen beobachtet, dass sich auf dem Radweg ein etwa fünf Meter langer See gebildet hat. Einmal reichte die Wasseransammlung sogar bis auf die Mitte der zweispurigen Straße.

In der jüngsten Ratssitzung informierte Strauch die Gemeinde über seine Beobachtungen. Er vermutete, dass bei der Sanierung der Straße ein falsches Gefälle angelegt worden sein könnte. Auf die Überflutungen an dem erneuerten Straßenabschnitt angesprochen, erklärte der Rhein-Kreis Neuss, man wolle sich des Themas annehmen. "Ich schicke beim nächsten Regenereignis einen Mitarbeiter los, der sich das vor Ort ansehen wird", so der Leiter des Tiefbauamtes, Arnd Ludwig, auf Anfrage. Solche Probleme könne man am besten beurteilen, wenn es tatsächlich stark geregnet habe.

Da die Baumaßnahme seitens des Kreises noch nicht abgenommen sei, sehe Ludwig alledings auch keine Probleme bei der Behebung, für den Tiefbauamtsleiter ein klarer Gewährleistungsfall. Und selbst wenn die Maßnahme bereits abgerechnet wäre, gelte eine gesetzliche Haftungsfrist, in der die Baufirma den Mangel beheben müsse.

Quelle: NGZ
 
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