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Rommerskirchen
Neues Pflaster fürs Feldbahnmuseum

Rommerskirchen: Neues Pflaster fürs Feldbahnmuseum
Karl-Heinz Scholz verlegt ehrenamtlich die vom Verein angeschafften Pflastersteine, mit denen das Außengelände des Feldbahnmuseums für die Besucher sicherer gemacht wird. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. An der Einrichtung in Oekoven laufen die Arbeiten zur Umgestaltung des Außengeländes auf Hochtouren. Die Flächen zwischen den Gleisen bekommen einen stabilen Untergrund, damit Besucher zukünftig nicht mehr stolpern. Von Bernd Rosenbaum

Das ist schon eine ganz besondere Herausforderung, auch für einen gelernten Landschaftsgärtner. Auf der Freifläche vor der Ausstellungshalle des Feldbahnmuseums müssen auf rund 170 Quadratmetern Pflastersteine verlegt werden - aber nicht schnurgerade, sondern in einer leichten Krümmung entlang der dort liegenden Schienen. "Eckige Steine im Bogen legen" sei eine aufwendige Angelegenheit, so Karl-Heinz Scholz.

Ursprünglich hatte der 63-jährige Pensionär, der in seinem früheren Berufsleben als Landschaftsgärtner - "Künstler" wie er grinsend betont - öfter Pflasterarbeiten ausführen musste, etwa 200 Arbeitsstunden für die Verlegung des Außenplatzes veranschlagt. Es werden aber wohl eher 250 werden. Finanzielle Auswirkungen hat diese Mehrarbeit für den Verein nicht, der das Feldbahnmuseum betreut. Denn Scholz arbeitet ehrenamtlich. Da gibt es dann höchstens einmal eine Kiste Bier zur Erfrischung und zum Ausgleich für die anstrengende Tätigkeit.

Unterstützung bekommt Scholz von anderen Vereinsmitgliedern und von vier Flüchtlingen, die sich ebenfalls bei den Feldbahnfreunden engagieren. Einer von ihnen, Collins aus Nigeria, hat sich auf das passende Zuschneiden der Randsteine spezialisiert - eine Arbeit, bei der man besonders sorgfältig sein muss, denn die müssen genau in die Lücken zu der Betonkante passen und können nicht durch einfaches Anrütteln passend gemacht werden.

Fertig werden Scholz und seine Helfer zur Saisoneröffnung am 7. Mai allerdings mit ihrer Arbeit nicht mehr. Dazu ist noch viel zu viel zu tun. "Leider können wir dann auch noch keine Bereiche zum Begehen freigeben", sagt der Vereinsvorsitzende Marcus Mandelartz und erklärt: "Solange die Fläche nicht fertig ist, wollen wir niemanden darauf laufenlassen, damit sich niemand versehentlich verletzt." Wenn die Fläche aber fertig ist, wird sie eine bedeutende Verbesserung zum bisherigen Zustand darstellen, denn vorher gab's nur "grüne Wüste", wie Scholz die unebene Wildwiese ringsum bezeichnet.

Viel Arbeit verschlingt auch die geplante neue Ausstellung in der Halle. Ursprünglich hatte Mandelartz gehofft, von den zehn angedachten und durch Fördermittel finanzierten Themeninseln wenigstens eine bis zum Saisonstart fertig zu bekommen. Doch auch das wird wohl nichts werden. "Da wir alles ausschließlich mit Ehrenamtlichen machen, können wir auch nichts planen, weil wir nie wissen, wie viele Mitglieder samstags zum gemeinsamen Arbeiten kommen", so Ute Mandelartz, die als Ehefrau des Vorsitzenden ebenfalls viel Zeit auf dem Museumsgelände verbringt.

Die erste Themeninsel, die zurzeit in der Halle entsteht, dreht sich um den Bereich der sogenannten "Trümmerloks". Mit diesen Schmalspurzügen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg die Überreste der zerstörten Häuser aus den Städten transportiert und auf großen Halden entsorgt. Eine Feldbahn aus den 1930er Jahren vor einer Fotovergrößerung der zerbombten Stadt Düren soll zukünftig dieses Geschichtskapitel illustrieren.

Quelle: NGZ
 
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