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Rommerskirchen
Noch viel Arbeit bis zur tatsächlichen Gleichstellung

Rommerskirchen: Noch viel Arbeit bis zur tatsächlichen Gleichstellung
Nicole Musiol (links) hatte erstmals die Autorin Cäcilia Berg für das Kulturprogramm zum Weltfrauentag zu Gast. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. Bei der Feierstunde zum Weltfrauentag begeisterte die Autorin Cäcilia Berg die Zuhörerinnen mit ihren Gedichten.

Bei der inzwischen 14. Auflage der Feier zum Weltfrauentag konnte sich die Gleichstellungsbeauftragte Nicole Musiol jetzt erneut über die große Resonanz der Veranstaltung und einen bestens gefüllten Ratssaal freuen. Zu feiern gibt es 2018 ein ganz besonderes Jubiläum, jährt sich doch die Einführung des Wahlrechts für Frauen zum 100. Mal.

"Das Frauenwahlrecht, das uns heute so selbstverständlich ist, musste sich gegen viele Vorurteile von Männern und Frauen durchsetzen", erinnerte Nicole Musiol in ihrem historischen Rückblick an die Schwierigkeiten, die der Gleichberechtigung der Frauen entgegenstanden. Weltweit hatte zunächst Neuseeland das Frauenwahlrecht eingeführt, in Europa war Finnland Vorreiter. Dass die "To-Do-Liste" auch heute noch lang ist, machte Nicole Musiol mit Blick auf den neu gewählten Bundestag deutlich. "100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist das deutsche Parlament so männlich wie seit 20 Jahren nicht mehr. Nur ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen."

Um "das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in wirtschaftlicher Unabhängigkeit auch für Frauen" zu gewährleisten, gilt es nach den Worten der Gleichstellungsbeauftragten nicht zuletzt die Lücken bei der Arbeitszeit, beim Entgelt und bei der Rente "endlich zu schließen."

Schon seit der Premiere der Feierstunde 2005 setzt Nicole Musiol auf ein kulturelles Rahmenprogramm. Dieses gestaltete jetzt erstmals die in Hoeningen lebende Autorin Cäcilia Berg. Seit 2011 schreibt sie Gedichte. "Es hat einfach angefangen. Es kam ein Gedanke, und der musste aufgeschrieben werden", erinnert sie sich an das ganz besondere Kreativitätsgefühl, das zum Schreiben von Gedichten nun einmal nötig ist und "bis heute anhält", wie die Autorin sagt. Zum Schreiben gekommen ist Cäcilia Berg auf der Grundlage ihrer Liebe zur (Natur-)Fotografie. Ihren Bildern kleine Sprüche beizufügen, hat sich schon bald verselbstständigt und seinen Niederschlag auch in längeren Gedichten gefunden. Die schildern Situationen aus allen Lebenslagen und sorgten bei den Zuhörerinnen für atemlose Stille. Als Buch zu kaufen gibt es sie einstweilen noch nicht, wohl aber sind die Gedichte im Internet unter www.meinkartengruss.de nachlesbar.

(S.M.)
 
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