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Rommerskirchen
Nur vier Teilnehmer bei Dorfwettbewerb

Rommerskirchen: Nur vier Teilnehmer bei Dorfwettbewerb
Vor drei Jahren gab es noch einen ersten Preis für Oekoven. Dieses Mal haben sich aus Rommerskirchen mit nur vier Dörfern so wenige wie noch nie zum Kreiswettbewerb angemeldet - auch Oekoven ist nicht dabei. FOTO: Linda Hammer
Rommerskirchen. Beim Kreisvergleich "Unser Dorf hat Zukunft", der nur alle drei Jahre stattfindet, haben sich dieses Mal nur vier Orte aus Rommerskirchen angemeldet. Bürgermeister Martin Mertens wünscht sich mehr Initiative auch von Anwohnern. Von Bernd Rosenbaum

Nur wenige bundesweite Förderaktionen können auf eine so lange Tradition zurückblicken wie der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Schon 1961 fand die erste Ausschreibung statt, damals noch unter dem Namen "Unser Dorf soll schöner werden". Entsprechend haben sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zahlreiche "Dorfverschönerungsvereine" gegründet, die sich vor Ort um die Aufwertung ihrer Ortschaften und die Teilnahme an den jeweiligen Ausschreibungen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene kümmerten.

Auch in Rommerskirchen nahmen in der Vergangenheit zahlreiche Dörfer an den Wettbewerben teil, die alle drei Jahre auf Kreisebene stattfinden - bei Erfolg mit entsprechender Weiterleitung an den jeweils im darauffolgenden Jahr ausgetragenen Landes- und Bundeswettbewerb. "Wir hatten in der Vergangenheit eigentlich immer so um die acht bis zehn teilnehmende Orte", weiß Rudolf Reimert zu berichten, der sich in der Gemeindeverwaltung um die Koordination des Wettbewerbs auf kommunaler Ebene kümmert.

Doch dieses Mal hat die Teilnehmerzahl einen historischen Tiefpunkt erreicht. Mit Eckum, Frixheim, Anstel und Vanikum haben sich lediglich vier Dörfer angemeldet. Eine vertane Chance, findet Reimert. Er ist in Eckum selbst bei den Schützen aktiv, die sich in diesem Ortsteil um die Bewerbung kümmern.

Besonders bedauerlich findet Reimert, dass Oekoven dieses Mal nicht dabei ist. Der Ort, "für mich der schönste in ganz Rommerskirchen", so Reimert, hatte sich vor drei Jahren noch einen ersten Preis sichern können. Auch Nettesheim war 2014, anders als in diesem Jahr, noch mit dabei. Insgesamt kassierten damals die sechs teilnehmenden Dörfer ein Preisgeld in Höhe von 4300 Euro, das den jeweils örtlichen Vereinen für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt wurde.

Nicht so sehr unglücklich über mangelnde Mitbewerber gab sich Adi Deutzmann aus Vanikum: "Das erhöht unsere Chancen", sagte er scherzhaft, während er den Fragebogen ausfüllte, in dem die Bewerber auflisten müssen, welche Maßnahmen zur Entwicklung in ihrem Ort bereits durchgeführt wurden und welche Maßnahmen noch geplant sind. Vanikum nimmt seit 1999 regelmäßig am Kreiswettbewerb teil, weiß Deutzmann. Seit 2008 gibt es für das Dorf sogar auch jedes Mal einen Sonderpreis für besonderes Engagement, weil sich in Vanikum ein eigener Förderverein für die Belange des Ortes einsetzt.

Bürgermeister Martin Mertens bedauert, dass sich diesmal nur vier Orte beteiligen. "Wir hoffen aber, dass es in den nächsten Jahren wieder mehr werden", so der Verwaltungschef.

Die Kommission zur Begutachtung der Teilnehmerdörfer wird am Montag, 26. Juni, in Rommerskirchen erwartet. Nach einem kleinen Empfang im Rathaus geht es für die sieben Mitglieder der Bewertungskommission dann auf die Rundreise durch die Bewerberortschaften.

Quelle: NGZ
 
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