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Rommerskirchen
Offensive gegen Falschparker startet

Rommerskirchen: Offensive gegen Falschparker startet
Die Ordnungspartnerschaft funktioniert: Tobias Hantschel vom Ordnungsamt und Polizeihauptkommissar Ralf Hoffmann widmen sich demnächst verstärkt dem ruhenden Verkehr. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. Bezirkspolizist Ralf Hoffmann und der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Tobias Hantschel werden demnächst verstärkt den ruhenden Verkehr in Augenschein nehmen. Nur ein Beispiel für die Ordnungspartnerschaft der Behörden. Von Sebastian Meurer

Die Frage, ob sich eine explizite Überwachung des ruhenden Verkehrs in der Gemeinde rechnet und umsetzbar ist, hatte kürzlich die CDU aufgeworfen. Demnächst wollen Bezirkspolizist Ralf Hoffmann und der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Tobias Hantschel die Probe aufs Exempel machen, wie es ums mehr oder weniger notorische Falschparken in der Gemeinde bestellt ist.

"In den Feierabendstunden" wollen die beiden Ralf Hoffmann zufolge auf Tour gehen und sich ein Bild von der Lage machen. Wo genau und wann, wollen die beiden vorab nicht verraten, schließlich soll bei der stichprobenartigen Untersuchung ja ein möglichst unverzerrtes Bild zustande kommen. Aufklärung über die geltende Rechtslage steht dabei im Vordergrund. "Knöllchen" können aber durchaus fällig werden, wenn schwerwiegendere Verstöße festgestellt werden, wie etwa das Zuparken von Feuerwehrzufahrten.

Derartige gemeinsame Aktionen sind nur ein Beispiel für die Ordnungspartnerschaft zwischen der Gemeinde und der Polizei, die 1997 sogar förmlich besiegelt worden war - als erste überhaupt im Kreisgebiet.

Verkehrs- und Sicherheitsfragen sind Felder, wo sich die Aufgaben von Polizei und Ordnungsämtern überschneiden, so dass dort die Kooperation zuweilen überaus eng ist. Ein weiteres Beispiel sind Großveranstaltungen. In Anstel etwa steht am 11. März mit der "Springbreak-Party" eine Premiere ins Haus, die naturgemäß auch Ralf Hoffmann und Tobias Hantschel interessiert. Beide erinnern sich noch sehr gut an die einstigen Halloween-Feten in der Schützenhalle, in deren Umfeld es nicht selten zu Tumulten kam. Das in der "Endphase" der Halloween-Partys entwickelte Sicherheitskonzept ist nach den Worten von Ralf Hoffmann "gut übertragbar", wobei er mit Blick auf die neue Party keine Befürchtungen hegt.

Die zuständige St.-Sebastianus-Bruderschaft tue schon ihrerseits einiges für die Sicherheit: So wird es auf dem Gelände wieder einen Bauzaun geben. Der Kassenbereich wird vorverlagert, und ein Sicherheitsdienst ist in Anstel schon seit Jahr und Tag eine Selbstverständlichkeit. Bewährt hat sich die Ordnungspartnerschaft auch an den Karnevalstagen: Was Schlägereien und Polizeieinsätze angeht, war es in Rommerskirchen so ruhig wie seit Jahren nicht. Bei den Umzügen hatte das Ordnungsamt personell stark aufgerüstet, während Ralf Hoffmann angesichts langjähriger Erfahrung auch allein mit der Zugleitung bestens klar kam. Wobei er einige "Extratouren" zu bestreiten hatte: Etliche Falschparker auf dem Bahnhofsgelände bewahrte er nach der Ermittlung des Halters vor der Gefahr, abgeschleppt zu werden - solche im Gemeindegebiet ebenso wie im benachbarten Rheidt-Hüchelhoven.

Was den Polizeibeamten derzeit sehr besorgt stimmt, ist die Zunahme von Anträgen für den "kleinen Waffenschein", die oft pauschal mit "Angst vor Flüchtlingen" begründet würden. Immerhin: Genehmigungsfähig sind sie allein auf dieser Basis nicht.

Quelle: NGZ
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