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Rommerskirchen
Partnerschaft mit Kuba und China auf Eis

Rommerskirchen: Partnerschaft mit Kuba und China auf Eis
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Rommerskirchen. Vorerst bleibt es bei den Partnern Karstädt und Mouilleron-le-Captif in Frankreich. Bürgermeister Martin Mertens befürwortet gleichwohl den intensiveren Kontakt zu Städten in Kuba und China. Von Sebastian Meurer

Mit dem brandenburgischen Karstädt und mit Mouilleron-le-Captif in Frankreich unterhält Rommerskirchen zwei klassische Gemeindepartnerschaften. Mehr wird es zumindest in absehbarer Zeit nicht geben, wie Bürgermeister Martin Mertens deutlich macht. Gleichwohl sollen Kontakte nach China, aber auch nach Kuba nach Möglichkeit intensiviert werden. Eine förmliche Partnerschaft zur im Südosten Chinas liegenden Großstadt Longyan (500.000 Einwohner) ist demnach für die überschaubare Zukunft unrealistisch, wie Mertens gestern nach dem Besuch einer Delegation der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft im Rathaus sagte.

"Es ist nicht ausgeschlossen, aber auch von chinesischer Seite zunächst nicht geplant", sagte Mertens nach dem Gespräch mit den chinesischen Gästen. Das Interesse auf chinesischer Seite sei "eigentlich rein wirtschaftsbezogen, daher gibt es auch keine konkrete Stadt im Hintergrund", so der Bürgermeister. Ausgelotet werden sollen daher Möglichkeiten wirtschaftlicher Kooperation.

Chinesische Unternehmen, die Interesse hätten, würde Mertens gern in der Gemeinde ansiedeln, "um hier Arbeitsplätze zu schaffen". In der Gemeinde gibt es bereits vier chinesische Unternehmen, der Bürgermeister hätte nichts dagegen, wenn noch das eine oder andere hinzukäme. Geplant ist daher, eines der künftigen Rommerskirchener Unternehmerforen ganz dem Thema China zu widmen, inklusive Gästen aus dem Reich der Mitte natürlich.

Angesichts von zwei Besuchen der hochrangigen kubanischen Diplomatin Anette Chao Garcia in Rommerskirchen war auch die Möglichkeit ins Gespräch gekommen, mit einer kubanischen Kommune eine Partnerschaft einzugehen. Auch hiermit ist laut Mertens mittelfristig nicht zu rechnen: "Es würde ein ganz langer Prozess. Man sollte nicht erwarten, dass sich bereits nächstes Jahr eine Delegation nach Kuba begibt", so Mertens, der kürzlich privat auf Kuba war und sich beeindruckt von Land und Leuten zeigt.

Bei etwaigen Kontakten gehe es darum, "die Öffnung Kubas nach Europa zu unterstützen", betont er. Auch der Aspekt der Völkerverständigung spiele dabei eine Rolle. Bei der Intensivierung von Kontakten ist Mertens zufolge dem in der Gemeinde ansässigen Verein "Soli Cuba" eine tragende Rolle zugedacht.

Vor dem Hintergrund regelmäßiger Besuche und etlicher Freundschaften blüht, wächst und gedeiht die 2002 besiegelte Partnerschaft zu Mouilleron-le-Captif bestens. Mit seinem Amtskollegen Philippe Darniche, den er seit 2010 kennt, will sich Mertens im Herbst treffen - erstmals auf Bürgermeisterebene und "auf halber Strecke" in Paris: Philippe Darniche gehört nämlich auch dem französischen Senat an.

Ende September schließlich wird das 25-Jahr-Jubiläum der Partnerschaft mit Karstädt gefeiert. Am 24. September gibt es im Ratssaal einen offiziellen Empfang für die Karstädter Gäste um Bürgermeister Udo Staeck, woran sich ein schöner Abend anschließen soll.

Quelle: NGZ
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