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Rommerskirchen
Pilger auf den Spuren zweier Pfarrpatrone

Rommerskirchen. Die Martinus-Wallfahrt führte die Gläubigen aus dem Pfarrverband jetzt auch nach Lourdes und Tours.

1700 Jahre alt wird 2016 der heilige Martin von Tours, einer der beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche und Patron der Nettesheimer Pfarrkirche St. Martinus. Von dort aus brachen die Teilnehmer der Martinus-Wallfahrt nach Frankreich auf, wo sie nicht allein dem heiligen Martin gedachten, sondern auch dem heiligen Briktius, nach dem die Pfarrkirche in Oekoven benannt ist.

Die erste Station in Frankreich war jedoch Ars, wo Dechant Monsignore Franz Josef Freericks mit den Pilgern am Grab des heiligen Pfarrers von Ars Johannes Maria Vianney eine Messe feierte. Im weltbekannten Marien-Wallfahrtsort Lourdes gehörte neben einem Gottesdienst in der unterirdischen Basilika auch der Kreuzweg bei strömendem Regen, die Teilnahme an der Sakraments- , wie an der abendlichen Lichterprozession zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, wie Franz Josef Freericks nach der Rückkehr berichtet.

In Bartrès und Secours St. Pierre besuchten die Rommerskirchener Pilger die zu Ehren der heiligen Bernadette errichten Erinnerungsstätten und feierten eine Messe an der Grotte, in der sie ihr Erscheinungserlebnis hatte. "Verregnet war der Besuch des mittelalterlichen Pilgerortes Rocamadour, der sich an einen Felsen schmiegt. Eine junge französische Stadtführerin brachte Ort und Geschichte nahe, übersetzt von einer 80-jährigen Deutsch-Französin", erzählt Freericks. Nach der Messe am Gnadenbild der schwarzen Madonna von Rocamadour brachte Busfahrer Jürgen Wabbels die Gruppe dann wohlbehalten nach Tours. Bei der abendlichen Erkundung der Stadt sahen die Pilger vom Gillbach nicht allein die Kathedrale mit den herrlichen Glasfenstern und die Basilika St. Martin, sondern auch die gerade Hochwasser führende Loire. Die Stadtführung am nächsten Tag endete in der Martinskirche, wo die Gruppe über dem Grab des Heiligen die Messe feierte.

Am Tag vor der Heimfahrt gab es eine Weinprobe mit Winzermahl in der Nähe des über die Ufer getretenen Cher, was zu Umleitungen führte. Im idyllischen Candes feierten die Pilger am Sterbeort des heiligen Martin die Eucharistie, ehe sie am letzten Abend in Frankreich die Wallfahrt noch einmal Revue passieren ließen.

(S.M.)
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