| 00.00 Uhr

Rommerskirchen
Politiker streiten weiter über Lkw-Parken

Rommerskirchen: Politiker streiten weiter über Lkw-Parken
SPD-Ratsmitglied Harry Marquardt (l.) und sein CDU-Kollege Theo Paschen bewerten die Situation an der Frixheimer Straße grundlegend verschieden - Krach haben sie dennoch nicht. FOTO: Lothar Berns
Rommerskirchen. An der Frixheimer Straße markieren jetzt Baken die Parkflächen für Lastwagen. Die auch vom Straßenverkehrsamt befürwortete Lösung bringt aus Sicht der SPD für Schulkinder mehr Sicherheit. Kritik von CDU-Ratsherr Paschen. Von Sebastian Meurer

Geparkte Lastwagen auf der Frixheimer Straße sorgen auch weiterhin für Streit. Angesichts der vor einigen Wochen dort angebrachten versetzt stehenden Leitbaken und Parkmarkierungen für zwei große Fahrzeuge sprach Theo Paschen, Ratsherr der CDU, jetzt im Verkehrs- und Sicherheitsausschuss von einem "Schildbürgerstreich". Aus seiner Sicht handelt es sich bei den Ausgaben um "weggeschmissenes Geld, und dass die Verwaltung da mitzieht, ist eine Unverschämtheit".

Die Umgestaltung war im Zuge eines Ortstermins zustande gekommen, an dem Ende Oktober auch das Straßenverkehrsamt teilgenommen hatte. Das beharrt auf seinem Standpunkt, dass hier ein völliges Halteverbot rechtlich nicht möglich ist. Paschens Kritik: Sei die Kreuzung früher von der Frixheimer Straße beziehungsweise der Dorfstraße aus schwer einsehbar gewesen, habe sich exakt dieses Problem jetzt verlagert. "Die Frixheimer Straße ist jetzt von der Dammstraße aus nicht einsehbar", sagte der CDU-Politiker, der die gefundene Lösung als "Unverschämtheit" wertet.

Energischen Widerspruch erntete er bei Harry Marquardt (SPD), der zuvor noch einmal auf das "Copyright" der SPD in dieser Sache verwiesen hatte und den jetzigen Zustand ausdrücklich als eine Verbesserung würdigte. In erster Linie gehe es um "den Schutz der Kinder und nicht um den des Autoverkehrs", betonte Marquardt. Der ausgewiesene Schulweg sei sicherer geworden als bisher, aus der Dammstraße kommenden Autofahrern ist aus seiner Sicht ein vorsichtiges Einfahren in die Frixheimer Straße zuzumuten. Zudem sei das Verkehrsaufkommen aus Richtung Dammstraße nicht mit dem aus der Dorfstraße vergleichbar, so der Sozialdemokrat. Theo Paschen konnte er damit nicht überzeugen: "Für Kinder ist der Weg genauso unsicher. Es ist keine Verbesserung."

"Froh, dass überhaupt etwas passiert ist", zeigte sich CDU-Fraktionschef Michael Willmann. Er warf die Frage auf, warum keine Umwidmung in ein reines Wohngebiet möglich sei. Ausschussvorsitzender Stephan Kunz (FDP) riet hier zur Vorsicht: "Dann könnte auch der Schützenplatz seine Existenzberechtigung verlieren." Baudezernent Hans-Josef Schneider zufolge "spielen hier alle Punkte ineinander". Schneider verwies auf die durchgängige Erfahrung, "dass Änderungen auf dem Papier die gelebte Praxis nicht ändern werden." Weitere Neuerungen wird es denn auch fürs Erste nicht geben.

Die Verwaltung kündigte an, die Situation gleichwohl weiterhin im Blick zu behalten. Entsprechende Kontrollen hat das Ordnungsamt bereits angekündigt. "Darüber, dass die Lösung nicht perfekt ist, brauchen wir gar nicht zu reden", sagte Bürgermeister Martin Mertens. Von einem regelrechten "Umbau" der Frixheimer Straße hat das Straßenverkehrsamt beim jüngsten Ortstermin übrigens abgeraten: Die Lastwagen würden dadurch lediglich in andere Bereiche verdrängt, wo sich dann ähnliche Probleme wie in Frixheim erneut stellten, so das Argument der Behörde.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rommerskirchen: Politiker streiten weiter über Lkw-Parken


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.