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Rommerskirchen
Präsident Schlömer warb für mehr Respekt

Rommerskirchen: Präsident Schlömer warb für mehr Respekt
Der Opfer von Gewalt gedachten gestern auch Schützen und Bürger in Frixheim. FOTO: ati
Rommerskirchen. Bürgermeister Mertens rief bei Gedenkfeier zum Volkstrauertag dazu auf, Rassismus nicht zu dulden.

Weil die zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag seit 1989 in Regie der Schützen organisiert wird, war die St.-Sebastianus-Bruderschaft gestern zum dritten Mal Gastgeber. Erstmals erfolgte die Kranzniederlegung am Wegekreuz an der Kreuzung von Dorfstraße und Frixheimer Straße - an der Kapelle an der B 477 dürfen solche Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen nicht mehr abgehalten werden. Die musikalische Gestaltung lag bei den Eckumer Hobbymusikanten sowie dem Tambourkorps Unitas.

Dass die Menschen aus Erfahrung klug würden, bezweifelte Präsident Matthias Schlömer in seiner Ansprache: "Dass dies nicht der Fall ist, erfahren wir jeden Tag, wenn wir das Radio oder den Fernseher anmachen." Der Respekt und die Achtung dem Einzelnen gegenüber seien nach Ende des Zweiten Weltkriegs immer mehr verloren" gegangen, es zählten "nur noch Macht, Geld, Einfluss und Größenwahn", sagte Schlömer. Demgegenüber werde "die Erde nur eine Zukunft haben mit Menschen, die sorgsam mit sich, mit den Mitmenschen und unserer Umwelt umgehen", zeigte er sich überzeugt.

Seine Konsequenz daraus: "Jede Minute unseres Lebens und des unserer Kinder und Enkel sollte nur ein Ziel haben: den Frieden zu stärken." Zu hoffen sei, "dass die Politiker in der Welt ein bisschen mehr auf die Belange aller statt nur auf ihre eigenen Interessen schauen", betonte Schlömer. Bürgermeister Martin Mertens rief die gut 100 Teilnehmer der Zeremonie zu einer Schweigeminute für die Opfer von Krieg und Gewalt auf. "Ein Gedenktag wie der Volkstrauertag hat seine Rituale, aber er ist kein leeres Ritual auch heute nicht, mehr als 70 Jahre nach der Befreiung von der Nazi-Diktatur", sagte Mertens und rief dazu auf, "bereits gegen das kleinste Anzeichen von Gewalt und Rassismus gegen andere aufzutreten.

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(S.M.)
 
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