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Rommerskirchen
Rat will weiteren Kreisel an der B59

Rommerskirchen: Rat will weiteren Kreisel an der B59
Wer von der K 26 aus Richtung Oekoven in die viel befahrene B 59 einbiegen will, muss oft länger warten. Das gilt vor allem für Linksabbieger. FOTO: Tinter
Rommerskirchen. Die SPD spricht von einem erhöhten Unfallrisiko an der Kreuzung zwischen Sinsteden und Allrath. Ende des Monats spricht Bürgermeister Martin Mertens mit Christoph Jansen, dem zuständigen Chef des Landesbetriebs Straßenbau. Von Sebastian Meurer

Wie gefährlich ist der Kreuzungsbereich von Bundesstraße 59 und Kreisstraße 26 zwischen Sinsteden und Allrath wirklich? Ende des Monats wollen sich Bürgermeister Martin Mertens und Baudezernent Hans-Josef Schneider darüber mit Christoph Jansen, Leiter der Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs Straßenbau, im Rathaus unterhalten. Dass die Situation dort ein erhöhtes Unfallrisiko birgt, ist nämlich schon seit vielen Jahren Konsens im Rat der Gemeinde. Die zuständigen Behörden sahen indes bislang keinen Handlungsbedarf.

Bislang einziger Erfolg aus Sicht der Gemeinde war die Reduzierung der Geschwindigkeit im Kreuzungsbereich auf 70 Stundenkilometer. Zuletzt hatte die UWG das Thema vor einigen Jahren aufs Tapet gebracht, im Januar billigte der Rat einstimmig einen Antrag der SPD. Deren Fraktionschef Ralf Steinbach spricht sich für eine "weitere Prüfung und weiteres Vorantreiben einer möglichen Entschärfung der dortigen Situation" aus. In Betracht kommen dort ein Kreisverkehr oder aber eine Ampel. Erster Ansprechpartner ist der Landesbetrieb als Baulastträger für die B 59, in dessen Regie etwaige bauliche Maßnahmen lägen.

Nach Auskunft von Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert hat die Gemeinde bereits bei der Eröffnung des Verfahrens zum Neubau der Ortsumgehung Sinsteden gegenüber dem Landesbetrieb "den Wunsch geäußert, auch den Kreuzungsbereich der beiden genannten Straßen zu entschärfen." Der Landesbetrieb hatte das Ende des vergangenen Jahrzehnts abgelehnt, um den Bau der Ortsumgehung nicht zu gefährden - die dann 2011 doch bis auf Weiteres vertagt worden war.

Gegenüber dem Rhein-Kreis Neuss hat die Gemeinde vor allem mit dem hohen Verkehrsaufkommen und den vielfach überhöhten Geschwindigkeiten der Autofahrer argumentiert, die das Queren der B 59 für Radfahrer gefährlich machten. Das gilt aus Rommerskirchener Sicht gleichermaßen für das Einbiegen von aus Richtung der K 26 kommenden Autofahrern in die B 59.

Allzu hohe Priorität hat der Landesbetrieb der Angelegenheit indes wohl nicht beigemessen. Wie im Rat zu erfahren war, ist ein vom 4. Oktober 2012 datierendes Schreiben der Gemeinde "bislang leider nicht beantwortet" worden, so Reimert. Bei einem Gespräch von Martin Mertens und Hans-Josef Schneider mit dem damaligen Leiter der Regionalniederlassung Gerhard Decker im Juni 2015 wurde die Frage angesprochen, doch Decker leitet inzwischen die Regionalniederlassung Ville -Eifel in Euskirchen - die übrigens für Planung und Bau der B 477n zuständig ist.

Ein Grund für das zögerliche Verhalten der Behörden ist den Politikern durchaus bekannt, auch wenn es in der aktuellen Diskussion noch keine Rolle gespielt hat. Ungeachtet einer Vielzahl beobachteter Gefährdungssituationen und Beinahe-Unfälle gilt der Kreuzungsbereich mangels tatsächlich schwerer Crashs nicht als Unfallschwerpunkt.

Quelle: NGZ
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