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Rommerskirchen
Rekordförderung für Gemeinde in Aussicht

Rommerskirchen. Für drei Schlüsselprojekte könnten 2,3 Millionen Euro Fördergeld an die Gemeinde fließen. Auch ein Radweg auf dem Bahndamm ist dabei. Von Sebastian Meurer

Der Bahndamm könnte ein neues Outfit erhalten, unter dem Motto "Urbanes Wohnen auf dem Land" sind für die Bebauung des Bahnhofsumfelds Fördergelder möglich. Gleiches gilt für die am Bahnhof geplante Mobilstation. "Die Gemeinde kann 2,3 Millionen Euro an Fördergeldern bekommen - soviel wie noch nie", zeigt sich Bürgermeister Martin Mertens höchst erfreut. Eine Voraussetzung dafür, dass dies möglich wird, ist die Tatsache, dass die Gemeinde dem "Stadt Umland Netzwerk" mit dem sonnigen Kürzel S.U.N. angehört, dessen Zukunftsprojekte vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Als "Türöffner" beim EFRE fungiert auch für die drei eingangs genannten S.U.N.-Projekte der Gemeinde die Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR).

Für den Strategischen Bahndamm ist eine "Veloroute" im Gespräch, auf der Radler "theoretisch bis nach Holzheim, in jedem Fall aber innerhalb des Gemeindegebiets" unterwegs sein können, und zwar in nicht allzu ferner Zeit.

Schon 2013 hatte die Gemeinde beim Institut für Vegetationskunde, Ökologie und Raumplanung in Düsseldorf ein Gutachten erstellen lassen, das einer benutzerfreundlichen Umgestaltung des Bahnhofs das Wort redete. Angesichts der als allzu hoch empfundenen Kosten verschwand es seinerzeit indes als zu ambitioniert in der Schublade. Die Rede war seinerzeit von einem durchgängigen Weg, den Fußgänger wie auch Radler auf einer Breite von 2,50 Metern gemeinsam nutzen könnten.

Insgesamt werden 14 Projekte in der Region gefördert, dass Rommerskirchen mit dreien beteiligt ist, stellt aus der Sicht von Martin Mertens eine bemerkenswert gute Quote dar. Die Förderanträge für die drei Vorhaben sollen Ende 2018 oder Anfang 2019 gestellt werden. Offen ist zurzeit noch die Höhe der Eigenbeteiligung der Gemeinde. "Die hieraus resultierenden Finanzbedarfe werden dem Rat zur gegebenen Zeit zur Beschlussfassung vorgelegt, bzw. im Rahmen der Haushaltsaufstellung eingebracht", verweist Carsten Friedrich, Planungschef im Rathaus, auf das weitere Vorgehen.

Von der Mitgliedschaft im S.U.N. gehe aber auch "ideelle Unterstützung" aus, wie Martin Mertens mit Blick auf das Markenzeichen Köln deutlich macht. Nicht völlig unbegründet ist jedenfalls die Hoffnung, "bei Antragsverfahren bevorzugt wahrgenommen zu werden. Gleiches gilt für die Erwartung, dass "Ermessensspielräume verstärkt zu unseren Gunsten ausgeschöpft werden."

Dass die Mehrheit des Rats unabhängig von der politischen Couleur aus "Gesinnungs-Kölnern" besteht, war schon 2007 deutlich geworden, als im Rahmen des Projekts Regio Grün erstmals von der Gemeinde Rommerskirchen als Bestandteil eines "zweiten Grüngürtel Kölns" die Rede war. Mit entsprechendem Wohlwollen begleiten die Kommunalpolitiker denn auch das Wirken des "Stadt-Umland-Netzwerks" mit dem Kürzel S.U.N., dessen Zukunftsprojekte im Rat auf keinerlei Widerspruch stießen.

Quelle: NGZ
 
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